TKMS Aktie: Rheinmetall und TKMS bieten für Kieler Werft

TKMS sucht trotz Rekordaufträgen nach Produktionskapazitäten, während der Aktienkurs unter schwachem Cashflow leidet.

Die Kernpunkte:
  • Rheinmetall bietet für German Naval Yards
  • TKMS verhandelt parallel über Werftübernahme
  • Freier Cashflow bricht auf minus 72 Mio. Euro ein
  • Atlas Elektronik steigert operatives Ergebnis um 73%

Volle Auftragsbücher, aber ein schwacher Aktienkurs – bei TKMS klaffen operatives Geschäft und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Im Hintergrund bahnt sich ein Ringen um knappe Produktionskapazitäten an.

Bieterwettstreit im Marineschiffbau

Rheinmetall hat ein unverbindliches Angebot für die German Naval Yards Kiel (GNYK) vorgelegt. Parallel verhandelt auch TKMS über eine Übernahme der benachbarten Werft. Der Hintergrund ist simpel: Im Verteidigungssektor herrscht ein Mangel an Produktionsstätten.

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TKMS sitzt auf einem Auftragsbestand von gut 20 Milliarden Euro. Die bestehenden Standorte in Kiel und Wismar sind auf Jahre ausgelastet. Ein Zukauf würde den Engpass im Bau neuer Kriegsschiffe spürbar lindern.

Cashflow-Einbruch drückt den Kurs

An der Börse rückt die Kapazitätssuche in den Hintergrund. Investoren stören sich an der jüngsten Finanzentwicklung. Im ersten Geschäftshalbjahr brach der freie Cashflow auf minus 72 Millionen Euro ein. Im Vorjahr stand hier noch ein sattes Plus von 756 Millionen Euro.

Das Management begründet den Abfluss mit fehlenden Großanzahlungen von Kunden und planmäßigen Kosten in laufenden Projekten. Schwer wiegt eine weitere Belastung: Knapp 300 Millionen Euro flossen im Zuge der Verselbstständigung als Einmalzahlung an den ehemaligen Mutterkonzern Thyssenkrupp.

Die Quittung folgte auf dem Fuß. Auf Monatssicht verlor das Papier rund 19 Prozent an Wert und schloss am Montag bei 71,90 Euro. Damit notiert der Kurs deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 83,65 Euro.

Atlas Elektronik stützt das Ergebnis

Operativ gibt es derweil Lichtblicke. Die U-Boot-Tochter Atlas Elektronik steigerte ihr operatives Ergebnis zuletzt um 73 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Das Management erwartet ein Umsatzwachstum und eine bereinigte operative Marge von über sechs Prozent.

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