TKMS Aktie: Schock oder Chance?

ThyssenKrupp Marine Systems verliert polnischen U-Boot-Auftrag an Saab, doch Deutsche Bank stuft Aktie auf 'Buy' mit 80 Euro Kursziel hoch. Fokus liegt nun auf Kanada-Entscheidung.

Die Kernpunkte:
  • Verlust des Orka-Auftrags in Polen an Saab
  • Deutsche Bank erhöht Kursziel auf 80 Euro
  • Kanada-Geschäft als nächster großer Deal
  • Mögliche MDAX-Aufnahme im Dezember

Der Börsenneuling durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Erst im Oktober gefeiert, muss der Marine-Riese nun eine bittere Niederlage im internationalen Wettbewerb verkraften. Doch während der Markt die Hiobsbotschaft noch verdaut, stellen sich führende Analysten bereits quer zum Trend und rufen mutige Kursziele aus. Bietet der Rücksetzer eine seltene Einstiegsgelegenheit oder überwiegen die operativen Risiken?

Herber Rückschlag aus Warschau

Verantwortlich für die trübe Stimmung zum Wochenausklang ist eine Entscheidung der polnischen Regierung, die Anleger auf dem falschen Fuß erwischte. Im prestigeträchtigen „Orka“-Programm hat Warschau dem deutschen Angebot eine Absage erteilt und sich stattdessen für den schwedischen Konkurrenten Saab entschieden.

Für TKMS ist der Verlust dieses Großauftrags für U-Boote der Klasse 212CD ein operativer Dämpfer. Der Markt hatte teilweise auf den Zuschlag spekuliert, was den Kursrutsch der letzten Wochen erklärt: Allein in den letzten 30 Tagen verlor das Papier über 19 Prozent an Wert und notierte zum Handelsschluss am Freitag bei nur noch 65,45 Euro.

Analysten-Hammer: 80 Euro im Visier?

Doch mitten in diesen Abverkauf hinein sorgt eine gewichtige Gegenstimme für Aufsehen. Deutsche Bank Research nutzt die gedrückten Kurse für eine offensive Neubewertung. Die Experten stuften die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hoben das Kursziel von 75 auf satte 80 Euro an.

Die Logik dahinter: Die fundamentale Ausgangslage habe sich verbessert, und die Risiken seien nach der jüngsten Korrektur übermäßig stark eingepreist. Anleger stehen nun vor einer komplexen Gemengelage:

  • Der Dämpfer: Verlust des polnischen „Orka“-Auftrags an Saab.
  • Der Hoffnungsträger: Analysten-Upgrade auf „Buy“ mit hohem Kurspotenzial.
  • Der nächste Katalysator: Entscheidung über den U-Boot-Deal in Kanada.
  • Die Fantasie: Mögliche Aufnahme in den MDAX im Dezember.

Alles hängt an Kanada

Der Fokus verschiebt sich nun aggressiv auf den nächsten potenziellen Mega-Deal in Nordamerika. Kanada gilt als entscheidender Markt, in dem TKMS weiterhin im Rennen ist. Ein Erfolg dort würde die Scharte aus dem Polen-Geschäft nicht nur auswetzen, sondern könnte das Sentiment schlagartig drehen. Zusätzlich spekulieren Marktteilnehmer auf eine Aufnahme in den MDAX noch in diesem Jahr, was automatische Käufe durch institutionelle Fonds nach sich ziehen würde.

Technisch sucht die Aktie derzeit nach einem Boden. Der Bereich um 60 Euro fungiert als massive Unterstützung, während die hohe Volatilität von über 60 Prozent (annualisiert) zeigt, wie nervös die Akteure agieren. Die kommenden Tage werden entscheiden, ob die Kaufempfehlung der Deutschen Bank genug Zugkraft besitzt, um den negativen Newsflow aus Warschau zu brechen.

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