TKMS Aktie: Starker Wachstumskurs!
TKMS meldet Rekordauftragsbestand und strebt mit U-Boot-Deals in Kanada und Indien weiteres Milliardenwachstum an. Die Entscheidungen werden in den kommenden Monaten erwartet.

- Rekordauftragsbestand von über 18,7 Milliarden Euro
- Kanada entscheidet über U-Boot-Deal bis Juni 2026
- Indien plant größten konventionellen U-Boot-Kauf
- Aktie legte seit Börsengang über 50 Prozent zu
Der maritime Rüstungskonzern TKMS hat zwei strategische Entscheidungen im Visier, die den Auftragsbestand in neue Dimensionen katapultieren könnten. Kanada und Indien verhandeln über U-Boot-Programme im Gesamtwert von mehreren Milliarden Euro – die finalen Angebote sind eingereicht.
Rekordauftragsbestand trifft auf Wachstumsambitionen
Auf seiner ersten Hauptversammlung als eigenständiges Börsenunternehmen präsentierte CEO Oliver Burkhard bemerkenswerte Zahlen: Der Auftragsbestand erreichte im ersten Quartal 2025/26 mit 18,7 Milliarden Euro einen Höchststand. Weitere Aufträge aus Norwegen im Rahmen des U-Boot-Programms 212CD ließen diese Marke seitdem weiter steigen.
Das Geschäftsjahr 2024/25 schloss TKMS mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro ab – ein Plus von knapp 10 Prozent. Die EBIT-Marge lag bei 6 Prozent. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen ein Wachstum von 2 bis 5 Prozent sowie eine bereinigte EBIT-Marge von über 6 Prozent an. Mittelfristig strebt TKMS ein jährliches Umsatzplus von rund 10 Prozent und eine EBIT-Marge von über 7 Prozent an.
Die Aktionäre trugen die vorgelegten Beschlüsse mit großer Mehrheit mit. Die erste Dividende ist für 2027 geplant, langfristig sollen 30 bis 50 Prozent des Jahresgewinns ausgeschüttet werden.
Kanada: Entscheidung zwischen Mai und Juni erwartet
Nach Einreichung der finalen Angebote Anfang März steht die Entscheidung der kanadischen Regierung zwischen Mai und Juni an. Gesucht werden bis zu zwölf konventionell angetriebene U-Boote als Ersatz für die alternde Victoria-Klasse.
TKMS tritt mit dem Modell Type 212CD an – einer Weiterentwicklung der bewährten 212A-Klasse, die gemeinsam mit Norwegen entwickelt wird. Die luftunabhängige Antriebstechnologie (AIP) ermöglicht längere Tauchoperationen ohne nuklearen Antrieb. Besonders die Fähigkeit für Einsätze unter arktischem Eis betont TKMS als Schlüsselargument.
Konkurrent Hanwha Ocean setzt auf seine größere KSS-III-Klasse und wirbt mit kürzeren Lieferzeiten.
Indien: Größter konventioneller U-Boot-Deal der Geschichte
Das indische Projekt durchläuft derzeit die finanzielle Prüfung, nachdem technische und kommerzielle Verhandlungen zwischen dem Verteidigungsministerium, Mazagon Dock und TKMS abgeschlossen wurden. Als nächster Schritt folgt die Überprüfung durch das Cabinet Committee on Security.
Eine ursprünglich für Ende März anvisierte Unterzeichnung verschiebt sich voraussichtlich ins neue Fiskaljahr. Bei Vertragsabschluss würde dies das weltweit teuerste konventionelle U-Boot-Abkommen darstellen.
Wismar als Schlüsselstandort
Der neue Standort in Wismar wird eine hybride Anlage für U-Boote, Fregatten und Spezialschiffe wie die Polarstern beherbergen. Die Teilproduktion von U-Boot-Komponenten soll bis Ende 2026 anlaufen, der vollständige U-Boot-Bau folgt schrittweise.
TKMS demonstrierte kürzlich seine technologische Leistungsfähigkeit mit der Übergabe des autonomen Unterwasserfahrzeugs „BlueWhale“ an die Deutsche Marine – mit 10,9 Metern Länge und 5,5 Tonnen Gewicht das größte unbemannte System dieser Art bei der Bundeswehr.
CEO Burkhard nutzte die Hauptversammlung zudem, um Konsolidierungsambitionen zu unterstreichen. Ein unverbindliches Angebot für German Naval Yards Kiel liegt bereits vor.
Besondere Marktdynamik
Anders als Rheinmetall, Hensoldt oder Renk profitiert TKMS nicht unmittelbar von der akuten Nachfrage nach Raketen und Luftabwehr. Bei U-Booten und großen Marineschiffen erstrecken sich Beschaffung, Planung und Bau über Jahre. Das macht das Geschäft stabiler, dämpft aber kurzfristige Kursreaktionen auf geopolitische Eskalationen.
Seit der Erstnotiz im Oktober 2025 legte die Aktie dennoch um mehr als 50 Prozent zu. Am Freitag schloss der Titel bei 92,90 Euro.
Am 11. Mai 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Bis dahin dürften die Entscheidungen in Kanada und der Fortgang in Indien die Richtung vorgeben.
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