TKMS Aktie: Vielversprechende Fortschritte!
Die ThyssenKrupp Marine Systems profitiert weniger von der aktuellen Raketenkrise, verfügt aber über einen Rekord-Auftragsbestand und steht vor wichtigen Milliardenentscheidungen in Kanada und Indien.

- Rekord-Auftragsbestand übersteigt 20 Milliarden Euro
- Wichtige U-Boot-Ausschreibungen in Kanada und Indien anstehend
- Solides operatives Ergebnis im ersten Quartal
- Langfristige Planungszyklen im Marinesystem-Geschäft
Während Rheinmetall, Hensoldt und Renk nach der Eskalation im Nahen Osten zeitweise zweistellig zulegten, kam die TKMS-Aktie kaum vom Fleck. Der Grund: Als reiner Marineproduzent spielt das Kieler Unternehmen in der aktuellen Raketenkrise nur eine Nebenrolle. Doch ein Blick auf den Auftragsbestand zeigt: Die langfristige Story ist intakt.
U-Boote statt Raketenabwehr
Der Angriff auf den Iran am 1. März und die Vergeltungsschläge gegen Dubai, Katar und Bahrain versetzten die Börsen in Alarmstimmung. Europäische Rüstungstitel profitierten am Montag deutlich – mit einer Ausnahme: TKMS legte vorbörslich lediglich 1,6 Prozent zu, während die Konkurrenz zwischen 5 und 9 Prozent gewann.
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Der Markt setzt in diesem Szenario auf Luftabwehr- und Raketensysteme. U-Boote und Marinesysteme, das Kerngeschäft von TKMS, spielen bei der unmittelbaren Bedrohungslage kaum eine Rolle. Auch am Dienstag, als der DAX erneut unter Druck geriet und 1,8 Prozent verlor, zählte TKMS zwar zu den wenigen Gewinnern im MDAX – die Differenz zur Branche bleibt jedoch deutlich.
Auftragsbestand durchbricht 20-Milliarden-Marke
Operativ liefert das Unternehmen solide Ergebnisse. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 erzielte TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einem bereinigten EBIT von 26 Millionen Euro. Die bereinigte Marge verbesserte sich auf 4,8 Prozent. Für das Gesamtjahr hob das Management die Umsatzprognose auf plus 2 bis 5 Prozent an, die bereinigte EBIT-Marge soll über 6 Prozent liegen.
Der Auftragsbestand erreichte Ende des ersten Quartals 18,7 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein norwegischer Auftrag über zwei zusätzliche U-Boote des Typs 212CD, der erst im zweiten Quartal in den Zahlen erscheint. Damit überschreitet der Auftragsbestand erstmals die 20-Milliarden-Schwelle.
Kanada entscheidet zwischen Mai und Juni
Die strategisch wichtigste Entscheidung steht noch aus: Kanada will zwischen Mai und Juni über die Lieferung von zwölf konventionellen U-Booten entscheiden. TKMS konkurriert mit dem südkoreanischen Anbieter Hanwha Ocean um den Milliardenauftrag. Die finalen Angebote wurden Anfang März eingereicht.
Parallel läuft die Entscheidung in Indien. Nach Abschluss der technischen und kommerziellen Gespräche prüft nun das Cabinet Committee on Security das Projekt. Bei Vertragsabschluss wäre dies das weltweit teuerste konventionelle U-Boot-Abkommen. Die ursprünglich für Ende März geplante Unterzeichnung verschiebt sich ins neue Fiskaljahr.
Nische mit langen Laufzeiten
TKMS bedient als Europas einziges vollintegriertes Systemhaus für maritime Verteidigung eine Nische mit hohen Eintrittsbarrieren. Die Auftragslaufzeiten sind lang, die Planungszyklen umfassen Jahre. Genau diese Struktur erklärt, warum das Unternehmen bei kurzfristigen Krisen weniger profitiert als Anbieter von Luftabwehrsystemen.
Die Entscheidungen in Kanada, Indien und beim deutschen F-127-Fregatten-Programm, bei dem TKMS einziger Bieter ist, dürften die Kursentwicklung in den kommenden Monaten bestimmen. Am 11. Mai folgen die Zahlen für das zweite Quartal.
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