TKMS Aktie: Wichtige Analysten-Kehrtwende
Die ThyssenKrupp Marine Systems Aktie erholt sich nach dem IPO, während Analysten ihre Bewertung anpassen. Die Einschätzungen zu Kursziel und Potenzial bleiben jedoch gespalten.

- Starke Kurserholung seit Jahresbeginn
- Analysten beenden Verkaufsempfehlung für TKMS
- Gemischte Kursziele von verschiedenen Banken
- Strategische Stärke als nationaler Marineausrüster
Nach dem enttäuschenden Börsengang im vergangenen Herbst sendet ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) deutliche Lebenszeichen. Eine Neubewertung durch die Analysten von Bernstein und ein starker Jahresauftakt rücken den Marinewerftenkonzern wieder in ein positiveres Licht. Ist der Abverkauf damit beendet oder handelt es sich nur um eine kurze Erholung in einem schwierigen Umfeld?
- Starke Erholung: Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von 11,31 %.
- Analysten-Update: Bernstein beendet die Verkaufsempfehlung, senkt aber das Kursziel.
- Gemischtes Bild: Während die Deutsche Bank Potenzial sieht, notiert die Aktie bereits über dem Bernstein-Ziel.
Bernstein gibt “Underperform” auf
Der Marinewerftenkonzern profitiert von einem Stimmungswandel bei der Bernstein SocGen Group. Analyst Adrien Rabier stufte die Aktie am Montag von “Underperform” auf “Market-Perform” hoch. Die Begründung der Experten zielt primär auf das Bewertungsniveau ab: Nach den deutlichen Kursverlusten seit dem IPO im Oktober 2025 habe sich der Aktienpreis einem fairen Niveau angenähert.
Gleichzeitig senkte Bernstein jedoch das Kursziel von 74 auf 67 Euro. Dies führt zu einer interessanten Konstellation, da die TKMS-Aktie mit aktuell 77,25 Euro bereits deutlich über diesem neuen Kursziel notiert. Trotz des heutigen leichten Rücksetzers von 0,52 Prozent bleibt die Stimmung grundsätzlich aufgehellt.
“National Champion” mit Preissetzungsmacht
Bernstein hebt in der Analyse die strategische Position von TKMS als “National Champion” im deutschen Marinemarkt hervor. Das Unternehmen profitiere von einem günstigeren Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, was die Preissetzungsmacht stärke. Insbesondere im U-Boot-Geschäft registrieren die Experten eine positive Auftragsdynamik und eine gestiegene Disziplin bei Vertragsabschlüssen im gesamten Markt.
Auch die konservative Guidance des Managements wird thematisiert. Die Analysten halten die EBIT-Prognose für 2026 von 100 bis 150 Millionen Euro für vorsichtig kalkuliert, was Raum für positive Überraschungen lassen könnte.
Uneinigkeit bei den Kurszielen
Für Anleger ergibt sich derzeit ein gespaltenes Bild bei den Profi-Einschätzungen. Während Bernstein trotz der Heraufstufung skeptisch bezüglich des weiteren Aufwärtspotenzials bleibt, zeigt sich die Deutsche Bank deutlich optimistischer.
Bereits im Dezember bestätigten die Frankfurter Analysten ihre Kaufempfehlung (“Buy”) mit einem Kursziel von 82 Euro. Sollte sich dieses Szenario bewahrheiten, hätte die Aktie vom aktuellen Niveau aus noch Luft nach oben. Der marktbreite Konsens spiegelt diese Unsicherheit wider, mit Kurszielen, die in einer breiten Spanne zwischen 61 und 100 Euro liegen.
Charttechnik und Sektortrend
Die technische Situation untermauert die jüngste Erholung. Mit einem Abstand von über 13 Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt (67,87 Euro) konnte sich der Kurs aus der Gefahrenzone lösen. Interessant ist dabei der RSI (Relative Strength Index) von 32,4, der trotz des jüngsten Anstiegs noch keine überhitzte Situation anzeigt, sondern sich eher im unteren neutralen Bereich bewegt.
Rückenwind erhält TKMS auch vom allgemeinen Sektortrend. Europäische Verteidigungsaktien starteten im Schnitt mit deutlichen Gewinnen ins Jahr 2026. Bernstein erwartet für die Branche weiterhin Wachstum, sieht jedoch Rheinmetall als den bevorzugten Wert im Sektor an.
Ob die Erholung nachhaltig ist, dürfte sich spätestens im Februar zeigen. Dann stehen die nächsten Quartalszahlen an, die Aufschluss darüber geben werden, ob die operative Entwicklung die jüngsten Vorschusslorbeeren rechtfertigt. Bis dahin bleibt der Bereich um die 80-Euro-Marke die nächste entscheidende Hürde für die Bullen.
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