Tomra Aktie: Danske Bank senkt Kursziel
Tomra startet Rücknahmeprojekte in Usbekistan und Europa, während die Aktie seit Jahresbeginn 27 Prozent verloren hat.

- Danske Bank reduziert Tomras Kursziel
- Kaufempfehlung für die Aktie bleibt bestehen
- Pilotautomaten in Usbekistan in Betrieb
- Aktie seit Jahresbeginn 27 Prozent schwächer
Die Analysten von Danske Bank haben das Kursziel für Tomra gesenkt. Zugleich bekräftigte das Institut seine Kaufempfehlung für die Aktie des norwegischen Recycling- und Sortierspezialisten. Am Donnerstag ging das Papier an der Börse mit einem Schlusskurs von 8,43 Euro aus dem Handel.
Für den Konzern bedeutet das Votum der Analysten einen Vertrauensbeweis in einer anhaltend schwierigen Marktphase. Während die Reduzierung des Kursziels den aktuellen Bewertungsdruck widerspiegelt, setzt das Analysehaus weiterhin auf das langfristige Potenzial der Rücknahme- und Sortierlösungen.
Neuer Testlauf in Zentralasien
Operativ erschließt das Unternehmen derzeit neue Märkte abseits der etablierten Kernregionen. In Usbekistan startete ein Pilotprojekt für automatisierte Rücknahmeautomaten. Die ersten Annahmestellen wurden in Chilonzor im Stadtgebiet von Taschkent sowie im Zentrum der Region Surxondaryo in Betrieb genommen.
Die aufgestellten Automaten sind für die Annahme von Behältern aus Kunststoff, Glas und Aluminium ausgelegt. Verbraucher erhalten je abgegebenem Gebinde eine Gutschrift von 150 Soum über eine digitale Geldbörse oder können den fälligen Betrag spenden.
Die Erlöse aus dem gesammelten Material sollen unter anderem regionale Aufforstungsprojekte finanzieren. Bei einem erfolgreichen Verlauf des Testbetriebs plant das Land einen schrittweisen Ausbau des Netzes an weiteren stark besuchten Orten.
Ausbau der Rücknahmesysteme in Europa
Parallel zum Einstieg in zentralasiatische Märkte treibt Tomra seine Projekte in Europa voran. In Portugal startete im April das landesweite Pfandrücknahmesystem volta für Getränkeverpackungen, bei dem Tomra als Lieferant für automatisierte Rücknahmeautomaten im Handel aktiv ist. Das südeuropäische Land führte eine Rücknahmepflicht für Behälter aus Kunststoff, Aluminium und Stahl ein.
Auch im Veranstaltungssektor baut der Konzern seine Präsenz weiter aus. Im Osloer Fußballstadion Intility Arena wurde der Becherkreislauf nach einer Testphase auf die gesamte Spielstätte erweitert. Dreizehn automatisierte Rückgabestationen erfassen dort seither Mehrwegbecher an den Verkaufsständen der Haupttribünen, um Materialverluste im Stadionbetrieb zu verringern.
Anhaltender Druck an den Finanzmärkten
An den Finanzmärkten führten die operativen Vorstöße bislang zu keiner nachhaltigen Erholung. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertverlust von 27 Prozent. Investoren reagierten in den vergangenen Monaten vorsichtig auf Verzögerungen bei regulatorischen Pfandeinführungen und das insgesamt verhaltene Investitionstempo der Kunden.
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