Tomra Systems Aktie: Recycling belastet
Tomra Systems verzeichnet im Schlussquartal 2025 sinkende Gesamtumsätze, angetrieben durch Schwächen im Recyclinggeschäft. Während die Pfandsystem-Sparte Rekorde bricht, soll ein Effizienzprogramm die Margen stabilisieren.

- Gesamtumsatz im Q4 2025 um 4 Prozent gesunken
- Pfandsystem-Sparte Collection erreicht Rekordumsatz
- Recycling-Bereich leidet unter schwacher Nachfrage
- Neue Pfandsysteme in Singapur und Portugal starten 2026
Tomra Systems blickt auf ein durchwachsenes Schlussquartal 2025 zurück. Während das Geschäft mit Leergutrücknahmesystemen neue Rekorde aufstellt, bremst die schwache Nachfrage im Recycling-Sektor das Gesamtergebnis aus. Ein gezieltes Kostensenkungsprogramm soll nun die Profitabilität in den Sorgenkind-Sparten absichern.
Rekordjagd trifft auf Marktschwäche
Der Gesamtumsatz des norwegischen Spezialisten für Sortierlösungen sank im vierten Quartal 2025 um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptverantwortlich dafür ist die Sparte Recycling, die unter schwierigen Marktbedingungen leidet. Tomra reagiert auf diesen Abwärtstrend mit einem Effizienzprogramm, um die Margen in diesem Bereich wieder zu stabilisieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tomra Systems?
Im Gegensatz dazu präsentierte sich die Division „Collection“ äußerst robust. Dank starker Verkaufszahlen in Kontinentaleuropa und den ersten Installationen neuer Pfandsysteme in Polen und Portugal stieg der Umsatz hier um 2 Prozent – ein neuer Rekordwert für ein Schlussquartal. Auch die Lebensmittelsparte („Food“) lieferte Ergebnisse über den Restrukturierungszielen und konnte ihren Auftragsbestand ausbauen. Die Aktionäre sollen trotz der gemischten Bilanz profitieren: Der Vorstand schlägt eine Dividende von 2,15 NOK pro Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vor.
Expansion als Hoffnungsträger
Kann die Expansion in neue geografische Märkte die zyklische Schwäche im Recycling-Sektor zeitnah ausgleichen? Die Weichen dafür sind bereits gestellt. Am 1. April 2026 startet in Singapur ein neues Pfandsystem, bei dem Tomra als Betreiber des Rücknahmenetzwerks fungiert. Nur wenige Tage später, am 10. April, folgt der offizielle Startschuss für das landesweite System in Portugal, was dem Bereich Collection weiteren Auftrieb geben dürfte.
Langfristig setzt das Unternehmen zudem auf regulatorischen Rückenwind. Die europäische Verpackungsverordnung sieht ehrgeizige Ziele für die Recyclingfähigkeit und den Einsatz von Rezyklaten bis 2030 vor. Dies könnte die Nachfrage nach den sensorgestützten Sortiertechnologien von Tomra wieder ankurbeln, auch wenn die Marktbedingungen im Recycling-Bereich laut Management bis ins Jahr 2027 herausfordernd bleiben dürften.
Blick auf die Kursentwicklung
An der Börse spiegeln sich die aktuellen Herausforderungen deutlich wider. Die Aktie hat auf Sicht von zwölf Monaten gut 30 Prozent an Wert verloren und notiert mit 10,66 Euro nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Anleger warten nun auf konkrete Signale, dass das Sparprogramm greift und die neuen Ländermärkte die erhofften Wachstumsbeiträge liefern.
Für die weitere Einschätzung rücken zwei Termine in den Fokus: Am 20. März 2026 veröffentlicht Tomra den vollständigen Geschäftsbericht für 2025. Kurz darauf, am 24. April 2026, folgen die Ergebnisse für das erste Quartal 2026, die erste Aufschlüsse über den Erfolg der neuen Projekte in Asien und Südeuropa geben werden.
Tomra Systems-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tomra Systems-Analyse vom 22. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Tomra Systems-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tomra Systems-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tomra Systems: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




