Tomra Systems: Recycling-Umsatz um 19 Prozent eingebrochen
Tomra Systems verzeichnet Umsatzplus im Kerngeschäft, aber tiefer Verlust durch schwache Recycling-Sparte und hohe Restrukturierungskosten.

- Aktie verliert über elf Prozent
- Recycling-Segment mit Umsatzminus von 19 Prozent
- Nettoverlust von drei Millionen Euro
- Wachstum bei Leergutautomaten in Polen und Portugal
Starke Nachfrage bei Leergutautomaten, tiefe Krise im Recycling-Geschäft – bei Tomra Systems klaffen die Sparten weit auseinander. Während der Konzern im Kerngeschäft wächst, zieht die Schwäche bei Sortiersystemen das Gesamtergebnis tief ins Minus. Anleger reagieren prompt: Die Aktie verliert im heutigen Handel über elf Prozent an Wert und notiert bei 9,90 Euro.
Recycling-Sparte belastet das Gesamtergebnis
Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um gut neun Prozent auf 334 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt allerdings mit 349 Millionen Euro gerechnet. Besonders das Recycling-Segment enttäuschte mit einem Erlöseinbruch von 19 Prozent auf 37 Millionen Euro. Parallel dazu sank der Auftragseingang in diesem Bereich deutlich auf 41 Millionen Euro.
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Besser lief es in der Collection-Sparte, wo der Umsatz um zwölf Prozent auf 208 Millionen Euro kletterte. Tomra profitiert hier vom Ausbau der Infrastruktur in Polen und Portugal. In Polen sind mittlerweile mehr als 4.000 Automaten installiert. Der Food-Bereich legte derweil um 13 Prozent zu, getragen von einer hohen Nachfrage nach Sortiersystemen für Kartoffeln und Zitrusfrüchte.
Margendruck führt zu Nettoverlust
Die Profitabilität geriet jedoch konzernweit unter Druck. Die Bruttomarge sank auf 40,2 Prozent, nachdem sie im Vorjahreszeitraum noch bei 42,6 Prozent gelegen hatte. Ein ungünstiger Produktmix und der Verkauf margenschwächerer Geräte belasteten die Bilanz über alle drei Geschäftsbereiche hinweg.
Das bereinigte EBITA verharrte bei 26 Millionen Euro und verfehlte die Markterwartungen von 40 Millionen Euro deutlich. Unter dem Strich verbuchte der Konzern einen Nettoverlust von drei Millionen Euro. Hier schlugen vor allem Restrukturierungskosten im Recycling-Sektor mit 13 Millionen Euro zu Buche.
Trotz der aktuellen Quartalszahlen treibt das Management die Expansion voran. Seit April ist Tomra als Betreiber im neuen Pfandsystem in Singapur aktiv. In Portugal wurde der Roll-out der Rücknahmeautomaten pünktlich zum Start des nationalen Systems weitgehend abgeschlossen. Die Hoffnung ruht nun auf der zweiten Jahreshälfte, wenn die Sparmaßnahmen im Recycling-Segment ihre volle Wirkung entfalten sollen. Der nächste Zwischenbericht ist für Juli 2026 angekündigt.
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