Torm Aktie: Oaktree trennt sich von Anteilen
Der Verkauf bestehender Torm-Aktien bringt dem Unternehmen kein Kapital und verändert die Zahl der ausstehenden Anteile nicht.

- Rund 6,33 Millionen Aktien angeboten
- Bruttoerlös von etwa 253,5 Millionen Dollar
- J.P. Morgan übernimmt die Platzierung
- Abwicklung ist für den 7. Oktober vorgesehen
Oaktree Capital Management zieht bei der Tankerreederei Torm einen Teil seiner Beteiligung ab. Das Sekundärangebot ist bereits platziert, der Verkaufserlös fließt komplett an den Altaktionär und nicht ins Unternehmen.
Platzierung über J.P. Morgan
Verkäufer ist OCM Njord Holdings, eine Gesellschaft, die indirekt von Oaktree-Fonds gehalten wird. Angeboten wurden rund 6,33 Millionen Class-A-Aktien. Der Bruttoerlös liegt bei etwa 253,5 Millionen Dollar. Rechnerisch ergibt das einen Preis von gut 40 Dollar je Aktie.
Angekündigt wurde die Transaktion am Montag, nur gut einen Tag später stand die Preisfestsetzung. Die Abwicklung soll am 7. Oktober abgeschlossen sein. J.P. Morgan fungiert als alleiniger Underwriter und bietet die Papiere zu einem festen Preis an, den die Bank jederzeit anpassen kann.
Kein Geld für Torm
Wichtig für die Einordnung: Torm selbst verkauft keine Aktien und erhält keine Erlöse. Die Zahl der ausstehenden Anteile ändert sich damit nicht, es gibt keine Verwässerung. Es wechseln lediglich bestehende Papiere den Besitzer.
Oaktree hielt vor der Platzierung nach eigenen Angaben rund 6 Prozent der Class-A-Aktien. Mit dem Verkauf dürfte sich der Anteil des Finanzinvestors deutlich verringern, je nachdem, ob die gesamte Beteiligung oder nur ein Teil davon veräußert wurde. Das geht aus der Mitteilung nicht eindeutig hervor.
Solche Platzierungen kommen bei Aktien nahe ihrer Höchststände häufig vor. Altaktionäre nutzen starke Kurse gern zum Ausstieg. Für den Kurs kann das kurzfristig belastend wirken, weil zusätzliches Angebot auf den Markt kommt. Ein Urteil über die Geschäftsaussichten von Torm lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
Was als Nächstes ansteht
Mit dem Settlement am 7. Oktober ist die Transaktion technisch abgeschlossen. Dann zeigt sich, wie die Aktie auf das zusätzliche Streubesitz-Angebot reagiert und ob weitere Platzierungen von Großaktionären folgen.
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