TotalEnergies: 51 Prozent Gewinnsprung befeuert Steuerdebatte

TotalEnergies verzeichnet Rekordgewinn, während Frankreich über eine Übergewinnsteuer debattiert. Hohe Ölpreise stützen den Aktienkurs.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsgewinn steigt um 51 Prozent
  • Frankreich erwägt neue Steuer auf Energiekonzerne
  • Brent-Rohöl nähert sich 128 Dollar
  • Finanzvorstand verkauft Aktienpaket

Rekordgewinne hier, staatliche Steuerpläne da – TotalEnergies steckt in einem klassischen Zielkonflikt. Frankreichs Budgetminister David Amiel brachte am Sonntag eine außerordentliche Abgabe auf den Energiekonzern ins Spiel. Die Aktie legte dennoch zu.

Hintergrund ist der jüngste Quartalsbericht: TotalEnergies verdiente 4,96 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026 – ein Plus von 51 Prozent. Das befeuert die Debatte in Paris. Oppositionsführer wie Olivier Faure fordern eine gezielte Übergewinnsteuer. Schätzungen zufolge könnte sie rund zwei Milliarden Euro in die Staatskasse spülen.

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Ölpreise kontern die Steuerdiskussion

Parallel dazu drückt ein zweiter Faktor auf die Waage: die Rohstoffmärkte. Brent-Rohöl notiert nahe 128 Dollar je Barrel. Die Sorge um Lieferengpässe bleibt groß – das treibt die Aktienkurse der Branche.

TotalEnergies stieg am Montag um 0,5 Prozent auf 79,84 Euro. Damit notiert der Titel nur 0,2 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 41 Prozent. Der RSI liegt bei 59,5 – neutral, mit leichter Tendenz nach oben.

Ein Risiko bleibt: CEO Patrick Pouyanné warnte, dass eine zusätzliche Steuer das freiwillige Preisdeckelungsprogramm an französischen Tankstellen gefährden könnte. Im Juni muss er vor dem Finanzausschuss der Nationalversammlung aussagen.

CFO verkauft Aktien

Mid-Mai meldete der Konzern eine Transaktion aus dem Executive Committee. Finanzvorstand Jean Pierre Sbraire veräußerte knapp 12.000 Aktien zu durchschnittlich 76,54 Euro – ein Volumen von rund 912.000 Euro. Solche Insiderbewegungen werden von Anlegern genau beobachtet.

Die strategische Ausrichtung bleibt indes stabil. Der Verwaltungsrat bestätigte die Dividende von 0,90 Euro je Aktie für das erste Quartal – ein Plus von knapp sechs Prozent. Die Aktionärsversammlung im Mai soll unter anderem die Verlängerung des CEO-Mandats behandeln. Die Hauptversammlung ist ein zentraler Termin.

Für die zweite Jahreshälfte peilt TotalEnergies ein Produktions- und Cashflow-Wachstum von vier Prozent pro Jahr an. Die Halbjahreszahlen erscheinen im Juli.

Bis dahin bleibt die Steuerdebatte der Unsicherheitsfaktor. Die hohen Ölpreise liefern dagegen ein starkes Fundament. Der Juni wird zeigen, wie die Politik reagiert.

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