TotalEnergies SE Aktie: Nordsee-Fund und Irak-Chancen

Ein Fund mit 19 bis 50 Millionen Barrel ergänzt TotalEnergies’ Nordsee-Aktivitäten; im Irak hängt weiteres Potenzial von Verträgen und Infrastruktur ab.

Die Kernpunkte:
  • Ressourcen auf 19 bis 50 Millionen Barrel geschätzt
  • Anbindung an bestehende Anlagen vorgesehen
  • Irak strebt höhere Ölförderung an
  • Pipeline nach Baniyas bleibt geplant

Ein neuer Öl- und Gasfund in der Nordsee beschäftigt TotalEnergies. Zusammen mit Equinor und Petoro hat der Konzern ein Feld entdeckt, das die Förderbasis in Norwegen stützen soll. Parallel dazu öffnet sich im Irak ein Markt mit Milliardenpotenzial.

Fund nahe bestehender Infrastruktur

Equinor führt als Betreiber die Partnerschaft an. Die vorläufige Schätzung beziffert die förderbaren Ressourcen auf 19 bis 50 Millionen Barrel Öläquivalent. Das ist überschaubar, aber wirtschaftlich attraktiv, weil die Partner den Fund schnell an bestehende Unterwasseranlagen anbinden wollen. Gefördert werden soll über die Plattform Oseberg Sør.

Equinor spricht von „bereits bezahlter Infrastruktur“ und damit von wettbewerbsfähigen Barrel. Norwegen deckt nach Unternehmensangaben rund 20 Prozent des europäischen Öl- und 30 Prozent des Gasbedarfs. Weil die Produktion reifer Felder sinkt, braucht es laufend Funde in der Nähe vorhandener Anlagen. Equinor plant bis 2035 etwa 200 explorationsnahe Bohrungen.

Die Börse reagierte gelassen. Die TotalEnergies-Aktie legte in Paris zeitweise um 0,15 Prozent auf 80,01 Euro zu, Equinor gewann in Oslo knapp ein Prozent.

Irak lockt mit neuen Verträgen

Größeres Potenzial liegt womöglich im Irak. Bagdad will die Ölförderung binnen sechs Jahren auf acht bis zehn Millionen Barrel täglich steigern, vor dem Krieg mit dem Iran waren es rund 4,5 Millionen. Dafür braucht die Regierung ausländisches Kapital und ändert ihr Vertragsmodell. Frühere Serviceverträge mit festen Vergütungen pro Barrel schreckten Konzerne ab, weil sie von steigenden Preisen kaum profitierten.

TotalEnergies treibt im Land bereits seit mehreren Jahren ein milliardenschweres Investitionsprogramm voran, das Öl- und Gasprojekte mit dem Ausbau der Infrastruktur verbindet. Auch BP, ConocoPhillips und Chevron sichern sich Positionen, und ExxonMobil prüft Optionen. Der Wettbewerb um die besten Felder dürfte härter werden.

Die Risiken sind erheblich. Neue Felder brauchen Strom, Wasser und Transportwege, hinzu kommen politische Instabilität und Sicherheitslage. Außerdem setzt die OPEC-Quote dem Vorhaben Grenzen: Bagdad verhandelt mit Saudi-Arabien über höhere Förderspielräume.

Für TotalEnergies zählt zunächst die Nordsee: Equinor will den Fund schnell anbinden, Details zum Zeitplan stehen noch aus. Im Irak hängt der Nutzen davon ab, ob Bagdad Exportrouten wie die geplante Pipeline nach Baniyas, geschätzt auf rund 15 Milliarden Dollar, tatsächlich realisiert.

Anzeige

Stand heute, 14. Oktober: TotalEnergies SE – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in TotalEnergies SE investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 14. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

TotalEnergies SE: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu TotalEnergies SE