TotalEnergies SE Aktie: Offshore-Zukauf bei Chevron
Der Konzern erweitert sein US-Explorationsportfolio und tauscht Beteiligungen an insgesamt 28 Lizenzen mit Chevron.

- Anteil an 26 Chevron-Lizenzen erworben
- Chevron erhält 75 Prozent an zwei Lizenzen
- Zweiter Einstieg nach 40 Blöcken 2025
- US-Investitionen seit 2022 knapp 12 Milliarden Dollar
TotalEnergies vertieft die Zusammenarbeit mit Chevron im Golf von Mexiko. Der Konzern steigt heute in 26 weitere Explorationsblöcke vor der US-Küste ein, die Chevron betreibt. Es ist die zweite Transaktion dieser Art innerhalb weniger Monate.
Tausch mit Chevron
TotalEnergies erwirbt einen Anteil von 25 Prozent an den 26 Explorationslizenzen. Im Gegenzug erhält Chevron von den Franzosen einen operativen Anteil von 75 Prozent an zwei Lizenzen, die an bereits gemeinsam gehaltene Blöcke grenzen. Beide Seiten arrondieren damit ihre Positionen.
Die Blöcke liegen 150 bis 250 Kilometer vor der Küste, 24 davon im Gebiet Green Canyon und 2 im Gebiet Walker Ridge. Das Unternehmen spricht von gut erschlossenen Fördergebieten, in denen die geologischen Bedingungen bekannt sind. Das senkt das Explorationsrisiko, ersetzt aber keine Bohrergebnisse.
Der Schritt knüpft an den Einstieg in 40 Chevron-Blöcke im Juni 2025 an. Zusammen eröffnen beide Pakete Zugang zu mehreren Explorationsgebieten und Prospekten. Sie ergänzen die produzierenden Felder Ballymore, Anchor, Jack und Tahiti, an denen TotalEnergies Anteile hält.
USA als Wachstumsmarkt
Die USA gehören für TotalEnergies zu den wichtigsten Märkten. Seit 2022 hat der Konzern nach eigenen Angaben knapp 12 Milliarden Dollar dort investiert, in Öl, LNG und Strom. Bei US-LNG ist TotalEnergies mit 19 Millionen Tonnen Exportvolumen im Jahr 2025 die Nummer eins.
Parallel dazu pflegt der Konzern das Verhältnis zur Belegschaft. Gestern kündigte er an, eine außerordentliche Wertbeteiligungsprämie auszuzahlen. In Frankreich fließt vorab ein Vorschuss von 1.000 Euro brutto, über den endgültigen Betrag wird im Dezember verhandelt. Hinzu kommt eine neue Kapitalerhöhung für Mitarbeiter mit 20 Prozent Rabatt. Der Hintergrund sind gestiegene Energiepreise, die auch die Beschäftigten an der Zapfsäule spüren.
Für Aktionäre ist die Dividendenpolitik der greifbarere Faktor: Der Verwaltungsrat hat im September angekündigt, die Ausschüttung bis 2030 um mindestens 5 Prozent jährlich zu steigern. Neue Explorationsflächen wie die jetzt gesicherten sollen langfristig die Förderbasis stützen, die solche Zusagen trägt.
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