TotalEnergies: Slawomir Krupa für Verwaltungsrat vorgeschlagen

TotalEnergies-Aktionäre stimmen über Altersgrenzen und Vergütung ab. Konzern bekräftigt Wachstumsziele und Aktienrückkaufprogramm.

Die Kernpunkte:
  • Abstimmung über höhere Altersgrenzen
  • Vergütung von CEO Pouyanné zur Wahl
  • Neues Mitglied für den Verwaltungsrat
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm geplant

TotalEnergies steht vor einem bedeutenden Termin. Am 29. Mai 2026 findet die Hauptversammlung statt, und die Aktionäre haben über mehrere weitreichende Governance-Vorschläge abzustimmen.

Der Vorstand will die Altersgrenze für den Verwaltungsratsvorsitzenden von 70 auf 75 Jahre anheben, für den CEO von 67 auf 70 Jahre. Parallel dazu steht die Vergütung von Vorstandschef Patrick Pouyanné für das Geschäftsjahr 2025 zur Abstimmung.

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Personalien und Aufsichtsstruktur

Drei Mandate sollen verlängert werden: Marie-Christine Coisne-Roquette, Anelise Lara und Dierk Paskert kandidieren für weitere drei Jahre. Als neues unabhängiges Mitglied schlägt der Verwaltungsrat Slawomir Krupa vor, den aktuellen CEO von Société Générale. Er ersetzt Mark Cutifani, der sein Mandat Anfang des Jahres niedergelegt hatte.

Die Aktie notierte am Montag bei 77,32 Euro, ein Minus von 0,88 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 37 Prozent zu Buche.

Milliarden-Programm und Ölpreis-Abhängigkeit

Unabhängig von der Hauptversammlung hat der Konzern seine mittelfristigen Ziele bekräftigt. Bis 2030 soll die Energieproduktion jährlich um vier Prozent wachsen. Gleichzeitig läuft ein Kostensenkungsprogramm über 7,5 Milliarden Dollar für die Jahre 2026 bis 2030.

Die Netto-Investitionsausgaben für 2026 peilt der Konzern bei rund 16 Milliarden Dollar an. Über 40 Prozent des Cashflows sollen an die Aktionäre zurückfließen. Die Aktienrückkäufe für 2026 hat das Management bereits beziffert: zwischen 0,75 und 1,5 Milliarden Dollar pro Quartal. Voraussetzung ist ein Brent-Ölpreis zwischen 60 und 70 Dollar je Barrel. Analysten bewerten die Aktie im Schnitt mit „Kaufen“ und sehen ein Kursziel von 85,53 Euro.

Der Handelstag am Montag stand unter dem Eindruck gefallener Rohstoffpreise. Marktbeobachter führen die Schwäche auf mögliche diplomatische Fortschritte im Nahen Osten zurück. Die Hauptversammlung dürfte zeigen, ob die Stimmung der Anleger über den kurzfristigen Ölpreis-Blick hinausreicht.

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