Toyota will andere Wege gehen

„Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge sind einer der umweltfreundlichen Lösungsansätze, denn sie stoßen als Abfallprodukt nur Wasser aus - eine gute Voraussetzung also, um das Auto der Zukunft zu werden.“ So schreibt Toyota auf seiner Internet-Seite und setzt für die Zukunft stark auf die Brennstoffzellen-Technologie.

Damit fährt der japanische Autohersteller ganz klar einen anderen Kurs als die deutsche Konkurrenz um VW, Daimler und BMW. Denn hier steht die Elektromobilität im Vordergrund. Der Batterieantrieb sei "auf absehbare Zeit die beste und effizienteste Möglichkeit für weniger CO2 im Straßenverkehr", sagte z. B. Konzernchef Herbert Diess in einem Interview.

Doch Toyota-Konzernsprecher Hisashi Nakai sieht dies etwas anders: "Wir müssen jetzt mit der Brennstoffzelle anfangen, nicht irgendwann später", sagte er gegenüber der "Welt am Sonntag". Zudem: „wir glauben, dass wir beides brauchen, die Batterie und die Brennstoffzelle. Das ist nicht nur eine Frage des Geschäfts, sondern auch eine des Klimaschutzes."

Wie funktioniert ein Brennstoffzellenauto?

Wasserstoff wird in zwei speziell entwickelten Tanks unter dem Fahrzeuginnenraum gespeichert. Zum Antrieb des Autos wird der Wasserstoff in die Brennstoffzelle geleitet und reagiert dort mit dem Sauerstoff, der durch die großen Lufteinlässe in den Verdichter gelangt. Durch diese chemische Reaktion entsteht die Elektrizität, die den Elektromotor antreibt. Zusätzlich wird in einer Hochvolt-Batterie die Bremsenergie gespeichert und als Unterstützung z. B. bei Überholmanövern eingesetzt (Technologie beim „Mirai“).

30.000 Autos sind das Ziel

Bis jetzt erwirtschaftet der japanische Autohersteller mit seinem Wasserstoff-Modell eher einen Miniumsatz. Nur 7.000 Modelle wurden bisher weltweit verkauft. Aber das soll sich jetzt ändern. Bis 2021 will Toyota 30.000 Autos dieses Typs im Jahr verkaufen und den CO2-Ausstoß seiner Neuwagen bis 2050 gegenüber 2010 um 90 % senken. „Aber wir brauchen dafür finanzielle Unterstützung“, heißt es von Unternehmensseite. Und die bekommen Anbieter die Autohersteller Toyota, Honda und Nissan nun in Japan.

%d Bloggern gefällt das: