Trade Desk Aktie: Ausverkauf geht weiter

Die Aktie des Werbetechnologie-Unternehmens verliert weiter an Wert und notiert auf neuem Tief, nachdem der Finanzchef nach nur fünf Monaten ausgetauscht wurde. Analysten haben ihre Kursziele deutlich gesenkt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verzeichnet starken Monatsverlust von 24 Prozent
  • Zweiter CFO-Wechsel binnen eines halben Jahres
  • Analysten kürzen Kursziele drastisch
  • Quartalszahlen am 25. Februar als nächster Test

Die Talfahrt der Trade Desk-Aktie findet kein Ende. Gestern verlor der Titel weitere 3,2% und notierte bei 27,23 Dollar – ein neuer Tiefpunkt in einer Phase anhaltender Unsicherheit. Seit Anfang Januar hat die Aktie mehr als 24% an Wert verloren. Im Zentrum der Anlegersorgen steht die abrupte Trennung von CFO Alexander Kayyal Ende Januar.

Eckdaten auf einen Blick:

  • Schlusskurs (11. Februar): 27,23 Dollar
  • Monatsverlust: ca. 24%
  • 52-Wochen-Tief: 26,01 Dollar (5. Februar)
  • 52-Wochen-Hoch: 125,80 Dollar (Februar 2025)
  • Quartalszahlen: 25. Februar 2026

CFO-Wechsel belastet das Vertrauen

Die Entlassung von Alexander Kayyal am 24. Januar sorgte für erhebliche Verunsicherung. Nach nur fünf Monaten im Amt musste der Finanzchef seinen Posten räumen – bereits der zweite CFO-Wechsel binnen eines halben Jahres. Als Interimslösung übernahm Tahnil Davis, seit fast elf Jahren Chief Accounting Officer bei Trade Desk. Die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger läuft.

Die wiederholte Rotation auf der Finanzchef-Position nährt Zweifel an der Stabilität des Managements. Investoren reagierten entsprechend: Am 5. Februar markierte die Aktie bei 26,01 Dollar ihr 52-Wochen-Tief – ein dramatischer Absturz vom Höchststand bei 125,80 Dollar, den der Titel noch vor einem Jahr erreicht hatte.

Analysten senken Kursziele deutlich

Die Wall Street zog Konsequenzen aus dem Führungswechsel. KeyBanc bestätigte zwar seine Übergewichtungs-Empfehlung, kappte das Kursziel jedoch drastisch von 88 auf 40 Dollar. Rosenblatt-Analyst Barton Crockett reduzierte sein Ziel von 64 auf 53 Dollar, Truist von 85 auf 60 Dollar. Beide halten an ihrer Kaufempfehlung fest – wenn auch mit gedämpften Erwartungen.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 25. Februar legt Trade Desk die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose: mindestens 840 Millionen Dollar Umsatz und rund 375 Millionen Dollar bereinigtes EBITDA. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 0,58 Dollar – minimal unter dem Vorjahreswert von 0,59 Dollar. Beim Umsatz rechnet der Konsens mit etwa 841 Millionen Dollar, was einem Plus von rund 13% entspräche.

Die Frage ist, ob solide Geschäftszahlen ausreichen, um das ramponierte Vertrauen wiederherzustellen. Zusätzlichen Druck erzeugt die Unsicherheit im breiteren Technologiesektor. Anfang Februar gerieten Software-Aktien unter Verkaufsdruck, nachdem neue KI-Modelle von Anthropic und OpenAI Befürchtungen über disruptive Veränderungen in der Branche ausgelöst hatten.

Die kommenden zwei Wochen bis zur Zahlenvorlage dürften entscheidend sein. Positive Überraschungen könnten eine technische Gegenbewegung auslösen – anhaltende Schwäche würde dagegen den Weg zu neuen Tiefständen ebnen.

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