Trulieve: Rivers stoppt Aktienverkauf bis 11. August

Trulieve treibt mit strategischem Umbau die Cannabis-Branche an die NYSE. DEA-Anhörungen und CEO-Vertrauen stützen die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Strategische Trennung von Freizeitgeschäft
  • DEA-Anhörungen zur Cannabis-Neubewertung
  • CEO stoppt Aktienverkaufsplan vorzeitig
  • Kurs legt um über 160 Prozent zu

Trulieve Cannabis hat eine Blaupause für die gesamte Branche geschaffen. Während die US-Drogenbehörde DEA über die Neubewertung von Marihuana berät, drängen immer mehr Schwergewichte an die New Yorker Börse. Trulieve steht im Zentrum einer historischen Umwälzung.

Der Weg an die Wall Street

Mit Glass House Brands folgt heute das zweite große US-Anbauunternehmen dem Beispiel von Trulieve. Das Modell ist simpel. Trulieve trennte das Geschäft mit Freizeit-Cannabis rechtlich ab, um die strengen Börsenauflagen zu erfüllen. Das Unternehmen konzentriert sich an der NYSE primär auf medizinische Assets.

Dieser strategische Umbau findet nun Nachahmer. Die Branche hofft durch die Notierungen an der New York Stock Exchange auf eine höhere Liquidität. Parallel dazu starteten am Montag die entscheidenden Anhörungen der DEA. Die Behörde prüft die Umstufung von Cannabis in die Kategorie III.

Steuerlast und Institutionelle

Dies könnte die Steuerlast nach der Regelung 280E massiv senken. Bisher dürfen Cannabis-Unternehmen kaum Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Eine Neuklassifizierung würde diesen Nachteil beseitigen. Der Schritt würde obendrein den Weg für institutionelles Kapital ebnen.

Ein Signal der Stärke kommt derweil von CEO Kim Rivers. Sie stoppt ihren automatischen Aktienverkaufsplan vorzeitig zum 11. August. Marktteilnehmer werten das als Vertrauensbeweis in die künftige Bewertung. Die Aktie legte am Dienstag um 2,09 Prozent auf 8,29 Euro zu.

Auf Jahressicht verbucht der Titel ein Plus von rund 161 Prozent. Der Kurs notiert aktuell deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 6,48 Euro. Die Branche blickt nun auf die Details der DEA-Anhörungen. Weitere Anträge für NYSE-Notierungen könnten in den nächsten Wochen folgen.

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