TSMC Aktie: 100.000 2-Nanometer-Chips monatlich
TSMC hat die Fertigung in Japan nach dem Beben wieder aufgenommen und erhöht das Investitionsbudget auf 64 Milliarden Dollar. Der Chip-Gigant treibt zudem die 2-Nanometer-Produktion voran.

- Produktion in Kumamoto wiederhergestellt
- Investitionsbudget um 8 Milliarden erhöht
- 2-Nanometer-Fertigung bis Ende 2026 geplant
- Umsatzprognose auf über 40 Prozent angehoben
Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) hat die Produktion in seinem japanischen Hauptwerk wieder vollständig hochgefahren. Nach dem schweren Erdbeben Ende Juli liefert die Fabrik in Kumamoto nun wieder Chips im Normalbetrieb. Parallel dazu erhöht der Branchenprimus seine Investitionen für das laufende Jahr massiv.
Die schnelle Wiederherstellung gelang durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Zulieferern. Trotz des schweren Bebens am 28. Juli griffen die internen Sicherheits- und Evakuierungspläne reibungslos. Die langfristigen Ausbaupläne in der Region bleiben von der Naturkatastrophe unberührt.
Der Bau der zweiten Fabrik in Kumamoto schreitet planmäßig voran. Ab 2028 soll dort die Massenproduktion von Chips im 3-Nanometer-Verfahren beginnen. Der Konzern spendet ferner 250 Millionen Yen für den regionalen Wiederaufbau.
Sprung auf 2 Nanometer
Indes beschleunigt TSMC den Ausbau seiner modernsten Kapazitäten weltweit. Bis zum vierten Quartal 2026 will das Unternehmen monatlich 180.000 Wafer der 3-Nanometer-Klasse fertigen. Eine anhaltend hohe Nachfrage von Großkunden wie Nvidia oder AMD treibt dieses Tempo an.
Der Fokus verschiebt sich bereits auf die nächste Technologie-Stufe. Die Produktion der 2-Nanometer-Chips soll bis Ende 2026 auf monatlich 100.000 Einheiten steigen. Das Management reagiert damit auf die Anforderungen kommender Hardware-Generationen wie dem iPhone 18.
TSMC plant für 2026 nun mit Investitionen von bis zu 64 Milliarden US-Dollar. Zuvor lag die Obergrenze des Budgets noch bei 56 Milliarden. Ein Großteil dieser Mittel fließt direkt in die Entwicklung führender Chip-Strukturen.
Expansion in Arizona
Das Engagement in den USA wächst ebenfalls. In Arizona investiert der Konzern zusätzliche Mittel in neue Fertigungsanlagen. Die gesamte Investitionssumme für den US-Standort steigt damit auf 265 Milliarden US-Dollar.
Das Unternehmen hob zudem seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Der Erlös soll nun um etwas mehr als 40 Prozent wachsen. Der anhaltende Boom bei Anwendungen für künstliche Intelligenz bleibt der wesentliche Treiber dieser Entwicklung.
An der Börse reagierte der Kurs positiv auf die Nachrichten. Die Aktie stieg zuletzt um rund zwei Prozent auf 362,00 Euro. Damit summiert sich das Plus seit Jahresbeginn auf über 40 Prozent. Die rasche Skalierung der 2-Nanometer-Fertigung bleibt nun der wichtigste Impuls für die kommenden Monate.
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