TSMC Aktie: 15 Prozent Preiserhöhung ab H2 2026
TSMC erhöht Preise für 3nm-Chips und steigert Gewinnbeteiligung. Die Aktie notiert nahe dem Rekordhoch.

- Preiserhöhung für 3nm-Fertigung geplant
- Umsatzplus von über 58 Prozent
- Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter steigt
- Aktie nur knapp unter Rekordhoch
Der taiwanische Halbleiterkonzern Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) steht vor strategischen Weichenstellungen. Treiber ist der anhaltende KI-Boom, der die Nachfrage nach hochmodernen 3nm-Chips explodieren lässt. TSMC reagiert mit kräftigen Preiserhöhungen und einer Rekordbeteiligung der Mitarbeiter am Gewinn.
3nm-Chips werden deutlich teurer
Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 will TSMC die Preise für seine 3nm-Fertigung um bis zu 15 Prozent anheben. Für 2027 sind weitere Aufschläge von fünf bis zehn Prozent geplant. Grund ist der unstillbare Hunger großer KI-Kunden wie NVIDIA, AMD, Google und AWS.
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Das Unternehmen baut parallel die Kapazitäten aus. In der Fab 18 steigt die monatliche 3nm-Produktion von 130.000 Wafern zu Jahresbeginn auf 160.000 bis 175.000 Wafer im zweiten Quartal. Die Kombination aus höheren Preisen und größeren Stückzahlen dürfte die Margen weiter beflügeln.
Rekordzahlen und höhere Gewinnbeteiligung
Die Geschäfte laufen auf Hochtouren. Im ersten Quartal 2026 erzielte TSMC einen Umsatz von umgerechnet rund 1,13 Billionen NT-Dollar – ein Plus von 58,3 Prozent zum Vorjahr. Der operative Gewinn legte sogar um 61,9 Prozent auf 659 Milliarden NT-Dollar zu.
Dieser Erfolg kommt auch den Mitarbeitern zugute. Nach internen Diskussionen über Bonuszahlungen kündigte CEO C.C. Wei an: Die Gewinnbeteiligung für Taiwan-Beschäftigte steigt 2026 um mehr als 30 Prozent. Das Management regt zudem an, die Sonderzahlungen in Aktien des Unternehmens zu reinvestieren.
Aktie nahe Rekordhoch
Die Börse honoriert die Entwicklung. TSMC notiert aktuell bei 358,50 Euro und damit nur 1,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 364 Euro, das am Mittwoch markiert wurde. Seit Jahresbeginn legte der Konzern um über 31 Prozent zu. Auf Jahressicht beträgt das Plus sogar 106 Prozent.
Die Aktionäre profitieren ebenfalls. Die Quartalsdividende klettert um 17 Prozent auf umgerechnet rund 1,11 Dollar je ADR. Die nächste Zahlung ist für Oktober 2026 vorgesehen. Analysten bleiben optimistisch, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 404 Dollar.
Ausblick
Anfang Juni findet die Hauptversammlung statt. Dort dürfte das Management weitere Details zur strategischen Ausrichtung liefern – insbesondere zum Ausbau des milliardenschweren KI-Geschäfts. Derweil bleibt die Aktie mit einer annualisierten Volatilität von 56 Prozent ein volatiles Wertpapier.
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