TSMC Aktie: 6,4-Milliarden-Joint-Venture mit Sony

TSMC meldet dritten Rekordmonat in Folge und hebt die Jahresprognose an. Ein neues Werk in Japan mit Sony soll die globale Präsenz stärken.

Die Kernpunkte:
  • Neues Werk in Japan geplant
  • Rekordumsatz im Juli 2026
  • Jahresprognose deutlich angehoben
  • KI-Nachfrage treibt Wachstum

Der weltweit führende Auftragsfertiger TSMC untermauert seine marktbeherrschende Stellung durch eine signifikante Ausweitung seiner Kapazitäten und eine optimistische Einschätzung für das laufende Geschäftsjahr.

Neben neuen Rekordumsätzen im operativen Geschäft rückt eine strategische Partnerschaft in Japan in den Fokus, mit der das Unternehmen seine Präsenz außerhalb Taiwans weiter diversifiziert. Parallel dazu signalisieren die jüngsten Prognosen, dass der Boom bei KI-Halbleitern und Hochleistungschips (HPC) unvermindert anhält.

Milliardenschweres Joint Venture mit Sony in Japan

Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asia berichtet, planen TSMC und Sony ein gemeinsames Unternehmen zur Produktion modernster Bildsensoren. Die Investitionssumme für das Vorhaben in der Präfektur Kumamoto beläuft sich auf rund eine Billion Yen, was umgerechnet etwa 6,4 Milliarden US-Dollar entspricht. An dem Joint Venture wird Sony eine Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent halten, während TSMC mit 40 Prozent beteiligt ist.

Der Produktionsstart in den neuen Anlagen im japanischen Koshi ist für das Jahr 2029 vorgesehen. Für TSMC stellt dieser Schritt eine weitere Absicherung der globalen Lieferketten dar, nachdem Japan bereits erhebliche Subventionen für frühere Fabrikprojekte des Konzerns in der Region bereitgestellt hat.

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die wachsende Nachfrage nach spezialisierter Sensorik für die Automobilindustrie und industrielle Anwendungen zu bedienen. Das Projekt unterstreicht die Strategie von TSMC, technologische Kompetenz durch lokale Partnerschaften in Schlüsselmärkten zu verankern.

Rekordzahlen treiben Wachstumserwartungen

Die operative Dynamik von TSMC bleibt derweil auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Für den Monat Juli meldete das Unternehmen einen Rekordumsatz von 467,58 Milliarden Taiwan-Dollar (NT$), was einer Steigerung von 44,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Es ist der dritte Rekordmonat in Folge.

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 summierte sich der Umsatz damit auf rund 2,87 Billionen NT$, ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Aufgrund dieser starken Entwicklung hat das Management die Prognose für das gesamte Jahr 2026 angehoben. TSMC erwartet nun ein Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent auf US-Dollar-Basis. Für das dritte Quartal peilt der Konzern Erlöse zwischen 44,6 und 45,8 Milliarden US-Dollar an.

Die Profitabilität bleibt dabei stabil: Die Bruttomarge für das laufende Quartal wird in einer Spanne von 65 bis 67 Prozent erwartet. Um dieses Wachstum abzusichern, plant das Unternehmen für das Gesamtjahr Investitionen (Capex) in einer Größenordnung von 60 bis 64 Milliarden US-Dollar.

Technologieführerschaft und Marktentwicklung

Der Erfolg des Konzerns fußt maßgeblich auf der Dominanz bei fortschrittlichen Fertigungsprozessen. Halbleiter der Strukturbreiten von 7 Nanometern und kleiner machten zuletzt 77 Prozent des gesamten Wafer-Umsatzes aus.

Besonders das Segment High-Performance Computing (HPC) treibt die Nachfrage und steuerte im zweiten Quartal 66 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Während die Massenproduktion der neuen 2-Nanometer-Technologie (N2) vorbereitet wird, entfielen zuletzt bereits 30 Prozent des Umsatzes auf die 3-Nanometer-Fertigung.

Trotz vereinzelter Berichte über Lieferengpässe bei DRAM-Speichern, die laut Medienberichten die Auslieferung bestimmter Wafer-Chargen für Großkunden verzögern könnten, zeigen sich Analysten zuversichtlich.

Die Experten von Hana Securities verweisen auf langfristige Lieferverträge, die eine operative Marge von 70 bis 80 Prozent stützen könnten. Die UBS erhöhte zudem ihre Prognosen für den Bedarf an Hochleistungsspeicher im KI-Umfeld, was indirekt die Auslastung der TSMC-Kapazitäten sichern dürfte.

An der Börse spiegelt sich die starke Verfassung des Unternehmens wider: Mit einem aktuellen Kurs von 365,00 € verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 42,02%. Damit notiert der Wert weiterhin komfortable 16,91% über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, was den intakten langfristigen Aufwärtstrend der Aktie bestätigt.

Anzeige

TSMC-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TSMC-Analyse vom 11. August liefert die Antwort:

Die neusten TSMC-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TSMC-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TSMC: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu TSMC