TSMC Aktie: Arizona-Werk erwirtschaftet 514 Millionen Dollar

Gerüchte um Apple-Aufträge an Intel belasten TSMC, während das US-Werk Gewinne erzielt und der Umsatz stark steigt.

Die Kernpunkte:
  • Apple plant Intel als Partner
  • US-Werk erwirtschaftet Gewinn
  • Umsatzplus von knapp 30 Prozent
  • Forschung für KI-Chips vorangetrieben

Apple und Intel rücken zusammen. Berichte über eine mögliche Kooperation der beiden US-Konzerne belasten die TSMC-Aktie. Apple plant offenbar, seine Chip-Aufträge breiter zu streuen und Intel als sekundären Fertigungspartner zu etablieren.

In Taiwan gab der Kurs daraufhin um 2,4 Prozent nach. Marktbeobachter werten die Pläne als Versuch Apples, die Abhängigkeit von Taiwan zu verringern. Indes bleibt TSMC bei komplexen Gehäusetechnologien wie CoWoS technologisch führend, was für die Produktion der leistungsstarken A- und M-Prozessoren entscheidend ist.

Fernab der Lieferketten-Diskussion meldet der Konzern einen Erfolg in den USA. Das erste Werk in Arizona erwirtschaftete 2025 einen Gewinn von rund 514 Millionen US-Dollar. Damit erweist sich die US-Expansion bereits im ersten Jahr der Massenproduktion als finanziell tragfähig.

Parallel dazu treibt TSMC die Forschung für künstliche Intelligenz voran. Gemeinsam mit Applied Materials startete das Unternehmen ein Innovationsprogramm im Silicon Valley. Die Partner entwickeln dort Materialien für künftige Chip-Generationen unterhalb der 2-Nanometer-Grenze.

Die wirtschaftliche Dynamik bleibt hoch. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 stieg der Umsatz um knapp 30 Prozent auf 1,54 Billionen Taiwan-Dollar. Das Management hob die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr auf über 30 Prozent an.

An der Börse notiert das Papier aktuell bei 344 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf 26 Prozent.

Im Juni erreicht die Aktie ihren Ex-Tag für die anstehende Quartalsdividende. Die Auszahlung ist für Juli geplant.

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