TSMC Aktie: Gekonntes Wachstum!

TSMC treibt den Bau neuer Halbleiterfabriken in Taiwan voran, um die KI-Nachfrage zu bedienen. Ein neuer Fabrikkomplex in Tainan hat eine wichtige Genehmigungsphase abgeschlossen.

Die Kernpunkte:
  • Neue Fabrik in Tainan soll 2028 fertiggestellt werden
  • Investitionsplan für 2026 sieht 30% mehr Ausgaben vor
  • KI-Rechenleistung macht bereits 58% des Umsatzes aus
  • Aktienkurs notiert deutlich unter Jahreshoch

TSMC baut seine Chip-Fertigung in Taiwan weiter aus – und das in einem Tempo, das klar auf den KI-Boom zugeschnitten ist. Im Zentrum steht ein neuer Fabrikkomplex in Tainan, der gerade eine wichtige Hürde im Genehmigungsprozess genommen hat. Entscheidend wird nun, wie schnell zusätzliche Kapazitäten tatsächlich ans Netz gehen.

Neue Fab in Tainan: Nächster Schritt im Genehmigungsprozess

Laut einer Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (EIA) vom 12. Februar hat TSMC sein Projekt für eine neue Fertigungsanlage im Southern Taiwan Science Park in Tainan vorangebracht. Die öffentliche Auslegungsphase ist inzwischen abgeschlossen.

Als nächster Termin steht eine Sitzung des EIA-Komitees am 26. März an (gemeldet von der Taipei Times). TSMC will später in diesem Jahr mit dem Bau beginnen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Das Gelände umfasst 15,46 Hektar, wovon 8 Hektar für Produktion und Equipment vorgesehen sind. Der Rest entfällt auf Infrastruktur, Grünflächen und Verwaltung.

Warum TSMC so stark expandiert

Tainan ist nur ein Baustein in einem größeren Inlands-Ausbau. Genannt werden zudem 2-Nanometer-Standorte in Hsinchu und Kaohsiung sowie eine A14-Prozessanlage in Taichung. Berichte unter Berufung auf Quellen aus der Halbleiter-Lieferkette deuten darauf hin, dass sich bereits gebaute, im Bau befindliche und geplante Projekte in Taiwan in Summe auf bis zu 10 Fabs verteilen könnten – inklusive weiterer Baubeginne im Jahr 2026.

Untermauert wird das durch den Investitionsplan: Mitte Januar stellte TSMC für 2026 Investitionen von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar in Aussicht – rund 30% mehr als im Vorjahr.

Finanziell kommt der Konzern aus einer Position der Stärke: Für 2025 werden 122,42 Milliarden US-Dollar Umsatz und 55,22 Milliarden US-Dollar Nettogewinn genannt, bei einer Rekord-Bruttomarge von 62,3%. Auffällig ist auch die Verschiebung im Umsatzmix: High-Performance-Computing macht inzwischen 58% der Erlöse aus – ein direkter Fingerzeig auf die wachsende Bedeutung von KI-Rechenleistung.

Auslandsausbau und Marktstimmung: Rückenwind trifft Gegenwind

Auch außerhalb Taiwans zieht TSMC das Tempo an. Die zweite Fabrik in Arizona soll die 3nm-Produktion bereits 2027 starten – statt wie zuvor 2028. Das würde fortschrittliche US-Umsätze früher ermöglichen. Gleichzeitig verweist der Bericht auf ein mögliches Risiko: Taiwanische Exportbeschränkungen könnten den Transfer modernster Fertigungstechnologien ins Ausland begrenzen und damit den Hochlauf verzögern.

An der Börse zeigte sich zuletzt, dass selbst starke Fundamentaldaten nicht vor kurzfristigen Stimmungswechseln schützen. Nach einer guten Phase Ende Februar kam es am 3. März zu einem deutlichen Rücksetzer, als geopolitische Sorgen (USA/Iran) eine breitere Risk-off-Bewegung auslösten – insbesondere bei Chip- und KI-Werten. Aktuell notiert die Aktie bei 307,00 Euro und liegt damit rund 6,5% unter dem 52‑Wochen-Hoch von 328,50 Euro.

Was in den nächsten Tagen zählt

Schon am 10. März veröffentlicht TSMC den Umsatzbericht für Februar 2026 – der erste harte Datenpunkt dafür, ob die KI-getriebene Nachfrage mit ähnlich hoher Dynamik ins neue Jahr gestartet ist. Kurz darauf folgt am 26. März die entscheidende EIA-Komitee-Sitzung für den Standort Tainan, bevor am 16. April die nächsten Quartalszahlen anstehen.

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