TSMC Aktie: Neue Produkte überzeugen

Chipriese TSMC verzichtet auf Milliarden teure EUV-Anlagen von ASML und setzt auf optimierte Bestandsgeräte.

Die Kernpunkte:
  • Verzicht auf High-NA EUV-Maschinen
  • Milliardeneinsparung durch Eigenoptimierung
  • Intel und Samsung setzen auf teure Technik
  • Neues Chip-Packaging-Werk in Arizona

Der weltgrößte Chipfertiger zieht die Bremse. Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) kauft vorerst keine neuen High-NA EUV-Maschinen von ASML. Der Grund ist simpel: Die Anlagen sind dem Management zu teuer. Bis 2029 setzt der Konzern auf Kostendisziplin statt auf das neueste Equipment.

Kostendisziplin schlägt Technik-Hype

Jede dieser hochmodernen Maschinen kostet über 350 Millionen Euro. TSMC-Manager Kevin Zhang bestätigte auf einem Technologie-Symposium den Verzicht. Er zeigte sich erstaunt, wie gut die eigene Forschungsabteilung bestehende Anlagen optimiert. So spart das Unternehmen Milliarden.

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Für ASML ist das ein Rückschlag. Die Aktien des niederländischen Ausrüsters fielen nach der Ankündigung um 3,3 Prozent. TSMC ist der wichtigste Kunde von ASML. Analysten von Bernstein zeigten sich jedoch wenig überrascht. TSMC hatte diesen Schritt bereits vor einem Jahr angedeutet.

Konkurrenten wählen den teuren Weg

Während TSMC abwartet, greifen Intel und Samsung tief in die Tasche. Intel nutzt die neuen ASML-Anlagen bereits für seinen 14A-Prozess. Der US-Konzern will so seinen verlorenen technologischen Vorsprung zurückerobern.

Das birgt Risiken. Wenn die Produktionsausbeute der neuen Maschinen nicht schnell steigt, belastet das die Bilanzen von Intel und Samsung enorm. TSMCs abwartende Haltung erweist sich hier als strategischer Vorteil.

Neues Werk in Arizona

Neben der Maschinen-Strategie treibt TSMC den Ausbau in den USA voran. Bis 2029 eröffnet der Konzern eine Anlage für Chip-Packaging in Arizona. Moderne KI-Chips von Nvidia bestehen aus mehreren verknüpften Halbleitern. Genau dieser Verpackungsschritt gilt aktuell als Flaschenhals der Branche.

Bisher lassen Apple und Nvidia ihre Chips zwar in Arizona fertigen. Für das Packaging müssen diese aber zurück nach Taiwan. Das ändert sich nun. Parallel dazu kündigte TSMC den neuen A13-Prozess an. Dieser spart sechs Prozent Fläche und geht 2029 in Produktion.

Rekordjagd an der Börse

An der Börse honorieren Investoren diese strikte Kapitalführung. Die TSMC-Aktie markierte am Montag mit 403,25 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von fast 182 Prozent.

Die fundamentale Basis stimmt ebenfalls. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Umsatz um rund 41 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Wachstum von über 30 Prozent. Mit einem Marktanteil von gut 90 Prozent bei hochmodernen Chips diktiert TSMC weiterhin das Tempo der Branche.

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