TSMC Aktie: Rekordumsatz von 467,58 Milliarden NT$

TSMC investiert massiv in neue Werke und meldet Rekordumsatz. Sony-Partnerschaft in Japan und optimistische Analysten stimmen zuversichtlich.

Die Kernpunkte:
  • Kapitalausgaben von 29,44 Milliarden Dollar
  • Gemeinschaftsunternehmen mit Sony in Japan
  • Rekordumsatz im Juli 2026
  • Bernstein erhöht Kursziel auf 554 Dollar

Der weltweit führende Halbleiterhersteller TSMC setzt seinen aggressiven Wachstumskurs fort und untermauert seine Marktstellung mit massiven Investitionen sowie operativen Bestmarken.

Am Dienstag genehmigte der Verwaltungsrat des Unternehmens Kapitalausgaben in Höhe von rund 29,44 Milliarden US-Dollar. Diese Mittel sind für den Ausbau von Kapazitäten in den Bereichen fortschrittlicher Technologien, Spezialverfahren sowie für den Aufbau neuer Fabriksysteme vorgesehen, um die langfristige Nachfrage zu bedienen.

Milliardenschwere Partnerschaft mit Sony in Japan

Ein zentraler Baustein der Expansionsstrategie ist das Engagement in Japan. TSMC und Sony haben eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung der Advanced Vision Semiconductor Manufacturing Corp (AVSMC) in Kumamoto unterzeichnet. Das Gemeinschaftsunternehmen konzentriert sich auf die Herstellung von Bildsensoren der nächsten Generation.

Insgesamt umfasst das Vorhaben eine Kapitalzusage von 747 Milliarden Yen (ca. 4,69 Milliarden US-Dollar). Davon übernimmt TSMC einen Anteil von 282 Milliarden Yen, während Sony 465 Milliarden Yen beisteuert. Der Start der Massenproduktion ist für das Jahr 2029 anvisiert.

Diese globale Diversifizierung folgt auf die bereits vor rund einem Monat bekannt gegebene Aufstockung der US-Investitionen um weitere 100 Milliarden US-Dollar. Damit reagiert der Konzern auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Hochleistungschips, die über das reine Segment der KI-Beschleuniger hinausgeht.

Laut CEO C.C. Wei treibt insbesondere das Feld der „Agentic AI“ den Bedarf an Prozessoren in Rechenzentren massiv an. Aktuell notiert die Aktie im deutschen Handel bei 368,50 Euro, was einem Rückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht.

Rekordmonat und Zeichen der Zuversicht

Die operative Stärke spiegelt sich deutlich in den jüngsten Geschäftszahlen wider. Am Montag gab das Unternehmen den konsolidierten Nettoumsatz für Juli 2026 bekannt. Mit 467,58 Milliarden Taiwan-Dollar (NT$) erzielte TSMC den höchsten Monatswert seiner Firmengeschichte. Dies entspricht einer Steigerung von 44,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bereits das zweite Quartal des laufenden Jahres schloss der Konzern mit einem Rekordgewinn von 706,56 Milliarden NT$ ab, was einem Plus von 77,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das Management unterstreicht das Vertrauen in die künftige Entwicklung durch eigene Aktienkäufe. Medienberichten zufolge erwarben Führungskräfte, darunter der CEO, der Finanzvorstand und der operative Leiter, seit Anfang Juli Aktien im Wert von rund 800.000 US-Dollar am freien Markt.

Unter den Käufern befand sich auch der stellvertretende Co-COO Kevin Xiaoqiang Zhang, der über einen Mitarbeiteraktienplan weitere Anteile erwarb. Trotz kurzfristiger Schwankungen weist das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von 43 Prozent auf.

Dividende und Analystenreaktionen

Aktionäre profitieren zudem von einer stabilen Ausschüttungspolitik. Der Verwaltungsrat deklarierte am Dienstag eine Bardividende von 7,0 NT$ pro Aktie für das zweite Quartal 2026. Der Ex-Tag wurde auf den 10. Dezember 2026 festgesetzt, die Auszahlung soll am 7. Januar 2027 erfolgen. Erstmalig wird dabei für ausländische Anteilseigner die Option eingeführt, Dividenden direkt in US-Dollar zu erhalten.

Auf Analystenseite stoßen die jüngsten Entwicklungen auf Zustimmung. Die Experten von Bernstein haben ihr Kursziel für die Aktie am Dienstag deutlich angehoben. Das neue Ziel liegt bei 554 US-Dollar, nachdem es zuvor bei 430 US-Dollar notiert hatte.

Diese Anpassung folgt der Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr 2026 durch TSMC, wobei das Unternehmen nun ein Umsatzwachstum von etwas über 40 Prozent auf US-Dollar-Basis erwartet. Parallel dazu wurden die geplanten Investitionsausgaben für das laufende Jahr auf eine Spanne von 60 bis 64 Milliarden US-Dollar präzisiert.

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