TSMC: Top-Managerin kauft eigene Aktien
TSMC erzielt im Juli 44,7 Prozent mehr Umsatz und baut die N2-Fertigung aus. Analysten sehen weiteres Potenzial für die Aktie.

- Führungskräfte kaufen TSMC-ADR-Anteile
- Juli-Umsatz steigt um 44,7 Prozent
- N2-Prozess liefert erste Umsatzbeiträge
- Arizona-Investitionen auf 265 Milliarden Dollar erhöht
Insiderkäufe durch das Top-Management und ein Rekordumsatz im Sommer unterstreichen das Vertrauen in das Wachstum von TSMC. Während die Massenfertigung von 2-Nanometer-Chips (N2) bereits erste nennenswerte Umsatzbeiträge liefert, sehen Marktbeobachter weiteres Potenzial für die Aktie.
Die Führungsriege des taiwanesischen Halbleiterkonzerns nutzt das Kursniveau für private Zukäufe. Am Freitag erwarb die Senior Vice President und rechtliche Leiterin Shu-Hua Fang 2.000 ADR-Anteile des Unternehmens. Medienberichten zufolge stockten zeitgleich auch Vice President Lipen Yuan sowie der Hedgefonds Situational Awareness LP ihre Positionen auf. Letzterer baute seine Beteiligung um mehr als 2,6 Millionen Aktien aus.
Solche Transaktionen aus dem engsten Führungskreis werden am Markt oft als optimistisches Signal gewertet. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 369,00 €, was einem Tagesplus von 2,9 % entsprach. Damit notiert das Papier nun knapp über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 365,90 €.
Rekordzahlen und technologischer Vorsprung
Die operative Entwicklung stützt die positive Stimmung. Für den Monat Juli meldete das Unternehmen einen Rekordumsatz, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 44,7 % zulegte. Gegenüber dem Vormonat Juni entsprach dies einer Steigerung von 5,6 %.
Besonders die fortschrittlichen Fertigungsprozesse treiben das Geschäft an: Wafer, die mit 7-Nanometer-Technologie oder feineren Strukturen hergestellt wurden, machten zuletzt 77 % des gesamten Wafer-Umsatzes aus.
Besonderes Augenmerk liegt auf der neuen N2-Generation (2-Nanometer), deren Massenproduktion bereits angelaufen ist. Dieser technologische Meilenstein steuerte bereits im zweiten Quartal 3 % zum Gesamtumsatz bei. Die aktuelle Produktionskapazität von rund 20.000 Wafern pro Monat soll laut Planungen bis zum Ende des laufenden Jahres auf 100.000 Wafer gesteigert werden.
Parallel dazu behält das Unternehmen die Dominanz in bestehenden Segmenten bei. Der 3-Nanometer-Prozess ist aktuell für 30 % des Umsatzes verantwortlich. Die bewährte 5-Nanometer-Fertigung steuert weitere 33 % zum Geschäftsergebnis bei.
Analysten sehen deutliches Kurspotenzial
In der Finanzwelt wird die Marktstellung des Konzerns als nahezu unersetzlich eingestuft. Ende 2025 erreichte das Unternehmen einen Marktanteil von über 70 % im Foundry-Bereich. Die Analysten von Bernstein vergaben zuletzt ein Kursziel von 554 US-Dollar, während das Analysehaus Stifel die Aktie mit einem Zielwert von 515 US-Dollar bewertet. Im Konsens erwarten Marktbeobachter bis zum Jahresende ein weiteres Aufwärtspotenzial von rund 22 %.
Zusätzlich zum technologischen Fortschritt investiert das Unternehmen massiv in die geografische Diversifizierung. Vor rund zwei Wochen wurde bekannt, dass das Investitionsbudget für die Expansion im US-Bundesstaat Arizona um weitere 100 Milliarden US-Dollar aufgestockt wurde.
Die Gesamtinvestitionen an diesem Standort belaufen sich damit auf 265 Milliarden US-Dollar. Insgesamt befinden sich derzeit weltweit rund 20 neue Fabriken im Bau, was das Tempo der Kapazitätserweiterung gegenüber früheren Zyklen vervielfacht.
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