Tudor Gold Aktie: Bohrstart im Golden Triangle

Tudor Gold hat die Bohrungen am Treaty Creek-Projekt aufgenommen. Die Aktie fällt trotz vielversprechender Bohrergebnisse und hoher Goldrückgewinnungsraten.

Die Kernpunkte:
  • Bohrstart auf Treaty Creek
  • Hohe Goldgehalte in Perfectstorm
  • Rückgewinnungsrate über 80 Prozent
  • Aktie verliert deutlich an Wert

Der Goldproduzent Tudor Gold hat die diesjährige Bohrkampagne auf seinem Treaty Creek-Projekt offiziell gestartet. Das Vorhaben im kanadischen Golden Triangle umfasst geschätzte 25 Millionen Unzen Gold in der angezeigten Ressourcenkategorie. Der Start fällt jedoch in eine Phase, in der der Aktienkurs unter Druck steht.

Bohrziele mit Nachholbedarf

Zwei Bohranlagen sind aktuell auf den Zonen CBS und Perfectstorm im Einsatz. Die Daten aus dem Jahr 2023 zeigen in Perfectstorm signifikante Ergebnisse: 42,5 Meter mit 1,80 g/t Gold und 5,76 g/t Silber. Der Goldgehalt liegt damit mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der bisherigen Goldstorm-Lagerstätte.

Das Management will die Mineralisierungszonen weiter abgrenzen und die Projektentwicklung vorantreiben. Metallurgische Tests am Goldstorm-Material bestätigen Rückgewinnungsraten von über 80 Prozent – in der Lower Zone sogar bis zu 87,3 Prozent. Erzeugt werden sollen Konzentrate aus Gold, Silber und Kupfer.

Nächster Meilenstein im dritten Quartal

Tudor Gold plant eine Preliminary Economic Assessment für das dritte Quartal 2026. Branchenbeobachter stufen es als bemerkenswert ein, dass das Unternehmen direkt auf eine Machbarkeitsstudie zusteuert – ohne den Zwischenschritt einer Pre-Feasibility-Studie.

Die grundlegenden Umweltarbeiten sind abgeschlossen. Der regulatorische Fahrplan sieht nun einen Umweltprüfprozess vor, der typischerweise 180 Tage dauert, gefolgt von einer Entscheidungsphase.

Kurs unter Druck

Die Tudor-Gold-Aktie notierte am Freitag bei 0,87 CAD und fiel damit um 8,42 Prozent binnen eines Tages. Auf Wochensicht beträgt das Minus 10,31 Prozent, auf Monatssicht 17,14 Prozent. Der RSI liegt bei 41,4 – nahe der überverkauften Zone. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität erreicht 68,98 Prozent.

Der breitere Minensektor befindet sich in einer Konsolidierungsphase, belastet durch makroökonomische Unsicherheiten und Verschiebungen der Nachfrage nach sicheren Häfen. Die Aktivität im Golden Triangle bleibt indes hoch – getrieben durch Explorationsbohrungen, die auf höhergradige Ressourcen abzielen.

Für Tudor Gold wird die PEA im dritten Quartal zum entscheidenden Test: Liefert die Studie wirtschaftlich tragfähige Kennzahlen, könnte der Abwärtstrend der Aktie gestoppt werden.

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