TUI Aktie: 40 Millionen belasten Prognose

TUI senkt die Jahresprognose wegen des Nahost-Konflikts, zahlt aber eine Dividende. Das Kreuzfahrtgeschäft zeigt sich robust.

Die Kernpunkte:
  • Gewinnprognose gesenkt
  • Dividende von zehn Cent
  • Kreuzfahrten mit starkem Wachstum
  • Buchungen im Sommer rückläufig

Bei TUI klaffen Anspruch und Realität derzeit auseinander. Der Reisekonzern zahlt wieder eine Dividende. Parallel dazu zwingt der Nahost-Konflikt das Management zu einer spürbaren Gewinnwarnung. An der Börse kämpft sich das Papier mühsam zurück.

Das Sommergeschäft liefert ein durchwachsenes Bild. Die gebuchten Umsätze liegen aktuell sieben Prozent unter dem Vorjahr. Besonders der britische Markt schwächelt mit einem zweistelligen Minus. TUI verzeichnet bislang knapp acht Millionen Buchungen für die Hochsaison.

Das Management beobachtet dabei einen klaren Trend zu kurzfristigen Entscheidungen. Viele Urlauber weichen auf westliche Mittelmeerländer aus. Seit Anfang Juni holen auch Griechenland und die Türkei spürbar auf.

Kreuzfahrten als Ertragsperle

Ausgerechnet das Kreuzfahrtgeschäft stützt die Bilanz. Die Sparte steigerte ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr um 26 Prozent. Die Schiffe sind im Schnitt zu 93 Prozent ausgelastet.

Auf Konzernebene fiel der saisonal übliche Winterverlust geringer aus als im Vorjahr. TUI meldete für das zweite Quartal ein bereinigtes Minus von 188 Millionen Euro. Der Umsatz blieb mit rund 3,7 Milliarden Euro stabil.

Nahost-Konflikt kostet Millionen

Der Iran-Krieg im Frühjahr hinterließ tiefe Spuren in der Kasse. TUI musste Tausende Gäste aus der Region zurückholen. Die Folge: eine Sonderbelastung von 40 Millionen Euro.

Das Management reagierte prompt. Die Prognose für das laufende Jahr sinkt spürbar. TUI erwartet nun ein operatives Ergebnis zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro.

Dividende und Chartbild

Auf der Hauptversammlung setzte der Konzern ein wichtiges Signal. Aktionäre erhalten für das abgelaufene Jahr eine Basis-Dividende von zehn Cent. Ab dem Folgejahr schüttet TUI bis zu 20 Prozent des bereinigten Gewinns aus.

An der Börse zeigt sich eine vorsichtige Erholung. Die Aktie notiert am Freitag bei 7,31 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von zwölf Prozent. Seit Jahresanfang verbuchen Aktionäre allerdings noch einen Verlust von 18 Prozent.

Der Konzern sichert seine Risiken solide ab. TUI fixierte die Preise für 83 Prozent des Kerosinbedarfs im laufenden Sommer bereits im Vorfeld. Zieht das Last-Minute-Geschäft in den kommenden Wochen profitabel an, rückt das obere Ende der Gewinnprognose wieder in Reichweite.

Anzeige

TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 21. Juni liefert die Antwort:

Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu TUI