TUI Aktie: 40 Millionen Euro Nahostkosten im März
TUI zieht Kreuzfahrtschiffe aus dem Persischen Golf ab und passt Routen an. Der Halbjahresbericht am 13. Mai zeigt die finanziellen Folgen des Nahostkonflikts.

- Kreuzfahrtschiffe zurück im Mittelmeer
- Winterrouten im Orient gestrichen
- Kriegsbedingte Zusatzkosten von 40 Millionen
- Aktie zeigt leichte Erholungstendenzen
Geopolitische Krisen, umgeleitete Schiffe und eine gekappte Prognose belasten TUI. Der Reisekonzern spürt die Auswirkungen des Nahostkonflikts direkt in der Bilanz. In der neuen Handelswoche blicken Anleger auf zwei entscheidende Ereignisse. Die blockierte Kreuzfahrtflotte kehrt ins Mittelmeer zurück und der Halbjahresbericht steht an.
Flucht aus dem Persischen Golf
Die Schwesterschiffe der „Mein Schiff“-Flotte harrten sieben Wochen unfreiwillig vor Abu Dhabi und Doha aus. Mitte April nutzten die Kapitäne ein knappes Zeitfenster. Sie passierten die Straße von Hormus und fahren aktuell mit hoher Geschwindigkeit entlang der westafrikanischen Küste in Richtung Europa.
Der reguläre Betrieb startet in wenigen Tagen. Eines der Schiffe nimmt am 15. Mai in Heraklion wieder Gäste an Bord. Zwei Tage später legt das zweite Schwesterschiff im italienischen Triest ab. TUI zieht sich damit strategisch aus den risikoreichen Gewässern zurück und fokussiert sich auf das Mittelmeer.
Winterrouten gestrichen
Die angespannte Sicherheitslage erzwingt eine Neuausrichtung für die kommende Wintersaison. TUI Cruises hat sämtliche Orientrouten zwischen Oktober 2026 und Mai 2027 abgesagt. Das betrifft auch den jüngsten Flottenzugang.
Die neue „Mein Schiff Flow“ soll Mitte Juni in Triest ihren Betrieb aufnehmen. Anstatt im Winter Kurs auf Dubai oder Maskat zu nehmen, steuert das Schiff nun Nord- und Westeuropa an. Auf dem Programm stehen stattdessen Norwegen und die Kanarischen Inseln.
Teure Rückholaktionen
Der Nahostkonflikt hinterlässt tiefe Spuren. Im März verbuchte TUI kriegsbedingte Zusatzkosten von rund 40 Millionen Euro. Der Konzern holte etwa 10.000 Gäste vorzeitig zurück.
Der Vorstand senkte in der Folge die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) wird nun zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro erwartet. Auch das klassische Reisegeschäft schwächelt leicht. Die gebuchten Umsätze für den Sommer liegen derzeit sieben Prozent unter dem Vorjahreswert.
Aktie sucht einen Boden
An der Börse spiegeln sich diese operativen Hürden wider. Seit Jahresanfang verlor das Papier rund 25 Prozent an Wert. Am Freitag ging die Aktie bei 6,64 Euro aus dem Handel.
Zuletzt zeigte der Kurs jedoch Erholungstendenzen. Auf Wochensicht steht ein Plus von knapp fünf Prozent auf der Anzeigetafel. Ein RSI-Wert von 29,1 signalisiert eine überverkaufte Marktsituation. Analysten wie Barclays oder JPMorgan halten derweil an ihren „Overweight“-Ratings fest.
Am 13. Mai präsentiert TUI die Zahlen für das erste Halbjahr. Der Bericht wird aufzeigen, ob die Umbuchungen ins westliche Mittelmeer die Ausfälle im Nahen Osten auffangen. Ein reibungsloser Start der europäischen Kreuzfahrtsaison gilt als zentrale Voraussetzung, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 14. Mai liefert die Antwort:
Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




