TUI Aktie: Aufsichtsrat neugewählt

TUI meldet starkes operatives Ergebnis, doch der Aktienkurs fällt aufgrund von Sorgen um die Buchungsdynamik für kommende Reisesaisons.

Die Kernpunkte:
  • Starkes bereinigtes EBIT übertrifft Analystenerwartungen
  • Kreuzfahrtgeschäft mit Rekordauslastung und Wachstum
  • Rückgang bei Vorausbuchungen für Winter und Sommer
  • Ratingagenturen verbessern Ausblick auf TUI
  • Wichtiger Halbjahresbericht für Mai 2026 erwartet

Rekordzahlen, bessere Ratings und sogar Insiderkäufe – und trotzdem geht der Kurs zurück. Genau dieses Spannungsfeld prägt TUI seit der Quartalsvorlage vom 10. Februar. Entscheidend ist dabei weniger das, was TUI für das abgelaufene Quartal gemeldet hat, sondern das Signal für die kommenden Reise-Saisons: Wie stabil sind die Buchungen wirklich?

Gestern schloss die TUI Aktie bei 8,16 Euro. Auf 30 Tage gesehen steht ein Minus von 7,71% zu Buche. Damit notiert der Titel auch unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,84 Euro – ein Hinweis darauf, dass der Markt kurzfristig vorsichtig bleibt.

Rekord-Quartal – Kreuzfahrten als Ertragsmotor

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Oktober bis Dezember 2025) lieferte TUI operativ ab: Das bereinigte EBIT stieg auf 77,1 Mio. Euro und lag damit klar über dem im Quelltext genannten Analystenkonsens von 66,7 Mio. Euro. Der Umsatz blieb mit 4,86 Mrd. Euro stabil.

Besonders auffällig: Das Kreuzfahrtsegment entwickelte sich stark. Das bereinigte EBIT kletterte dort auf 82,3 Mio. Euro, unterstützt durch mehr Kapazität (+16%) und Auslastungsraten nahe 100%. Heißt übersetzt: TUI verdient in diesem Bereich derzeit sehr ordentlich – und baut ihn weiter aus.

Warum die Aktie trotzdem nachgibt

Der zentrale Bremsklotz steckt in den Vorausbuchungen. TUI meldete für Winter 2025/26 ein Minus von 1% und für Sommer 2026 ein Minus von 2% gegenüber dem Vorjahr. Dazu kommt laut Quelltext ein Trend zu Last-Minute-Buchungen, besonders in Deutschland und Großbritannien. Schlechteres Wetter habe außerdem die Frequenz in Reisebüros gedrückt.

Genau hier liegt der Knackpunkt: Rekordzahlen sind gut, aber der Markt handelt Erwartungen. Wenn die Buchungsdynamik wackelt, verliert selbst ein starkes Quartal schnell an Strahlkraft.

Ratings, Insiderkäufe und der nächste Termin

Untermauert wird die finanzielle Stabilisierung durch zwei Rating-Signale: Moody’s bestätigte Ba3 und hob den Ausblick auf positiv an, Fitch blieb bei BB mit stabilem Ausblick. Im Quelltext werden als Gründe unter anderem eine verbesserte Liquidität und ein neuer Kapitalallokationsrahmen genannt.

Zusätzlich kauften mehrere Vorstandsmitglieder nach dem Kursrückgang Aktien (u.a. CEO und CFO). Operativ steht zudem der Ausbau im Kreuzfahrtgeschäft im Fokus: Die Taufe der „Mein Schiff Flow“ ist für Juni 2026 angekündigt.

An der Prognose für 2026 hält TUI fest: Umsatz +2 bis +4%, bereinigtes EBIT +7 bis +10%. Der nächste klare Datenpunkt, an dem der Markt die Buchungslage und die Ergebnisentwicklung neu bewerten kann, ist der Halbjahresfinanzbericht am 13. Mai 2026.

TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu TUI