TUI Aktie: Belastende Tendenzen!
TUI meldet Rekordquartal und kehrt zur Dividende zurück, doch der Aktienkurs leidet unter geopolitischen Spannungen und bleibt deutlich unter dem Jahreshoch.

- Rekord-EBIT im ersten Quartal
- Dividendenausschüttung nach sechs Jahren
- Milliardenaufträge für neue Kreuzfahrtschiffe
- Aktienkurs durch Nahost-Konflikt belastet
Rekordquartal, Dividendenrückkehr, Milliardenaufträge — und trotzdem notiert die TUI-Aktie rund 25 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Diese Schere zwischen operativer Stärke und Börsenbewertung ist das zentrale Thema, das Anleger derzeit beschäftigt.
Fincantieri bestätigt Zwei-Milliarden-Auftrag
Der Auslöser für die erneute Aufmerksamkeit: Der italienische Schiffbauer Fincantieri veröffentlichte am 25. März seine Jahresergebnisse und hob dabei bestehende Aufträge für TUI Cruises hervor. Das Gemeinschaftsunternehmen von TUI und Royal Caribbean hat zwei neue Kreuzfahrtschiffe im Wert von über zwei Milliarden Euro bestellt — Auslieferung 2031 und 2032. Die Neubauten werden Schwesterschiffe der bereits in Dienst gestellten „Mein Schiff Relax“ und werden mit Dual-Fuel-Antrieb (LNG und MGO) ausgestattet. Mit je rund 160.000 Bruttoreistertonnen fallen sie deutlich größer aus als die ursprünglich geplanten Einheiten für die Marella-Marke.
Mit diesen Bestellungen wächst die Mein-Schiff-Flotte bis Anfang der 2030er-Jahre auf elf Schiffe. TUI Cruises gilt als einer der zentralen Wachstumstreiber im Konzernportfolio — und die gesicherten Lieferpläne stärken die Planungssicherheit für margenstarke Kreuzfahrteinnahmen.
Solide Fundamentaldaten, aber Gegenwind vom Markt
Die operative Basis ist bemerkenswert: Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sprang das bereinigte EBIT um 51,5 Prozent auf 77,1 Millionen Euro — das beste Winterquartal der Unternehmensgeschichte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte TUI den Umsatz um 4,4 Prozent auf 24,2 Milliarden Euro, das EBIT legte um 12,6 Prozent auf 1,459 Milliarden Euro zu und übertraf damit die eigene Prognose. Parallel dazu kehrte das Unternehmen nach sechs Jahren Pause zur Dividende zurück: Für das Geschäftsjahr 2025 wurden 0,10 Euro je Aktie ausgeschüttet, künftig sollen 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns fließen.
Gedrückt wird die Aktie vor allem durch anhaltende Spannungen im Nahen Osten. Der Iran-Konflikt belastet die gesamte Reisebranche über höhere Treibstoffkosten und dämpft die Risikobereitschaft der Anleger — trotz eines KGV von 5,39, das weit unter dem Branchendurchschnitt liegt.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet TUI einen weiteren EBIT-Anstieg von 7 bis 10 Prozent. Am 13. Mai folgen die Halbjahreszahlen — im Mittelpunkt stehen dann Sommerbuchungen, Airline-Kosten und Hotelauslastung. Ob die Zahlen den Abstand zwischen Börsenkurs und operativer Realität verringern können, wird sich spätestens dann zeigen.
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