TUI Aktie: Da brodelt es!
Wegen schwacher Nachfrage für Mittelmeerziele kappt TUI die Umsatzprognose und senkt das Gewinnziel für 2026.

- Umsatzprognose für 2026 ausgesetzt
- Gewinnziel auf 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro gesenkt
- Buchungen für Sommer 2026 sinken um sieben Prozent
- Aktie verliert rund 14 Prozent in einer Woche
Der Sommer sollte die Kassen füllen. Stattdessen streicht TUI seine Umsatzprognose und stutzt die Gewinnziele. Urlauber meiden wichtige Mittelmeerziele. Anleger reagieren mit massiven Verkäufen.
Die Quittung an der Börse folgte prompt. Am Freitag schloss die TUI-Aktie bei 6,49 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier rund 14 Prozent.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 27 Prozent. Ein RSI-Wert von 27 signalisiert inzwischen einen stark überverkauften Zustand der Aktie.
Kunden meiden das östliche Mittelmeer
Das Kernproblem liegt in der schwachen Nachfrage. Für den Sommer 2026 liegen die Buchungen sieben Prozent unter dem Vorjahr. Urlauber meiden derzeit Destinationen wie die Türkei, Zypern und Ägypten. Auch bei den Hotels und Resorts sinkt die Auslastung deutlich.
Die Touristen weichen stattdessen nach Spanien, Portugal und an die nordafrikanische Atlantikküste aus. Für TUI bedeutet das enormen logistischen Aufwand. Der Konzern muss Flugrechte und Hotelkontingente kurzfristig umbuchen. Die Folge: steigende Kosten. Ein Hurrikan in der Karibik belastet das Geschäft zusätzlich.
Umsatzziele ausgesetzt
Das Management reagierte per Ad-hoc-Mitteilung auf die Krise. TUI setzte die Umsatzguidance für das laufende Jahr komplett aus. Beim operativen Gewinn rudert der Vorstand ebenfalls zurück. Das bereinigte EBIT soll 2026 nur noch zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro liegen.
Zuvor hatte der Reisekonzern ein klares Gewinnwachstum angepeilt. Das neue Ziel liegt deutlich unter den alten Erwartungen. Ein Lichtblick bleibt das kurzfristige Geschäft. Für das zweite Quartal erwartet TUI ein operatives Plus. Abgesicherte Kerosinpreise stützen dabei die Kostenseite.
Analysten senken Kursziele
Banken reagieren auf die neuen Zahlen. Die Deutsche Bank senkte ihr Kursziel von 12 auf 10,50 Euro. Die Analysten raten aber weiterhin zum Kauf.
Bernstein Research sieht den fairen Wert bei 9,20 Euro. Die Experten betonen in ihrer Studie, dass der Kursabschwung bereits viele Risiken widerspiegelt.
Am 13. Mai präsentiert TUI die detaillierten Halbjahreszahlen. Dieser Bericht liefert die harten Fakten zur aktuellen Buchungslage. Der Vorstand muss dann belegen, dass die teure Umverteilung der Kapazitäten in den westlichen Mittelmeerraum den Umsatzrückgang stoppt.
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