TUI Aktie: Dividende trifft auf Skepsis

TUI meldet bestes Auftaktquartal und kündigt Dividende an, doch institutionelle Investoren setzen mit Short-Positionen auf fallende Kurse aufgrund externer Risiken.

Die Kernpunkte:
  • Rekordstart ins Geschäftsjahr mit starkem operativem Wachstum
  • Wiedereinführung der Dividende für 2025 beschlossen
  • Massive Leerverkäufe trotz positiver Fundamentaldaten
  • Halbjahresbericht im Mai als nächster Prüfstein

Der weltgrößte Reisekonzern liefert das beste Auftaktquartal seiner Geschichte ab und kündigt die Rückkehr zur Dividende an. Eigentlich ein klares Kaufsignal für Investoren. Stattdessen bauen institutionelle Anleger gezielt Leerverkaufspositionen auf und setzen massiv auf fallende Kurse.

Rekordstart und Ausschüttung

Operativ läuft es rund bei den Hannoveranern. Das Management rechnet für das laufende Geschäftsjahr fest mit einem Umsatzplus von 2 bis 4 Prozent sowie einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns (EBIT) um 7 bis 10 Prozent. Die Nachfrage nach Hotelübernachtungen, Resorts und Kreuzfahrten zieht spürbar an.

Als Zeichen der Zuversicht beschloss die Hauptversammlung Mitte Februar die Wiedereinführung einer Gewinnbeteiligung. Für 2025 ist eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Anteilsschein angesetzt. Ab 2026 sollen dann regelmäßig 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns an die Aktionäre fließen.

Warum der Markt zweifelt

An der Börse verfehlen diese fundamentalen Nachrichten ihre Wirkung. Mit einem Minus von rund 22 Prozent seit Jahresanfang spiegelt der Kursverlauf die operative Stärke aktuell nicht wider. Am Montag ging das Papier bei lediglich 6,96 Euro aus dem Handel und notiert damit deutlich unter der 50-Tage-Linie von 8,17 Euro.

Marktbeobachter begründen diese Diskrepanz mit der wachsenden Zahl an Short-Positionen. Die Leerverkäufer fokussieren sich auf externe Risikofaktoren, die das Geschäft schnell eintrüben könnten. Steigende Treibstoffkosten und die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben das Potenzial, die hart erarbeiteten Margen des Reiseveranstalters empfindlich zu treffen.

Der nächste harte Datenabgleich steht bereits im Kalender. Am 13. Mai 2026 wird TUI seinen Halbjahresbericht vorlegen. Diese Zahlenwerke müssen belegen, dass die robuste Buchungslage die gestiegenen Kerosinpreise und regionalen Schwankungen überkompensiert. Gelingt der Nachweis stabiler Margen, dürfte dies die institutionellen Leerverkäufer unter erheblichen Druck setzen, ihre Positionen einzudecken.

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