TUI Aktie: EBIT-Prognose auf 1,1–1,4 Milliarden gesenkt
TUI erzielt bestes operatives Halbjahresergebnis, senkt aber die Jahresprognose aufgrund verhaltener Sommersaison und geopolitischer Risiken.

- Bestes operatives Halbjahresergebnis der Firmengeschichte
- Umsatzprognose für 2026 nach unten korrigiert
- Sommerbuchungen liegen sieben Prozent unter Vorjahr
- Aktie verliert seit Jahresbeginn über 28 Prozent
TUI liefert das beste operative Halbjahresergebnis der Unternehmensgeschichte. Soweit so gut. Parallel dazu streicht der Reisekonzern jedoch seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Ein schwaches Sommergeschäft trübt die Bilanz.
Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich um fast 45 Millionen Euro. Es liegt nun bei minus 111,3 Millionen Euro. Dieser Rekordwert gelang trotz teurer externer Schocks. Der Iran-Konflikt und ein Hurrikan in Jamaika kosteten TUI rund 61 Millionen Euro.
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Der Quartalsumsatz blieb mit 3,7 Milliarden Euro stabil. Über das gesamte Halbjahr zählte der Konzern 12,8 Millionen Gäste. Das entspricht einem leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Sorgenkind Sommergeschäft
Innerhalb der Sparten klafft die Entwicklung auseinander. Das Kreuzfahrtgeschäft floriert und steigerte das operative Ergebnis deutlich. Derweil hinkt die wichtige Sommersaison den Erwartungen hinterher. Der gebuchte Umsatz im Bereich Markets & Airline liegt aktuell sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Auch die Auslastung der Hotels schwächelt um sieben Prozent. Das Management macht dafür die geopolitischen Spannungen verantwortlich. Wegen des Iran-Konflikts zögern Urlauber bei der langfristigen Planung. Rund die Hälfte der potenziellen Sommergäste hat noch keine feste Reservierung getätigt.
Neue Struktur und Analystenlob
Als Reaktion setzt TUI das Umsatzziel vorerst aus. Die Prognose für das bereinigte Jahres-EBIT grenzt der Vorstand auf 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro ein. Um die Effizienz zu steigern, baut CEO Sebastian Ebel die Führungsebene um. Marco Ciomperlik leitet seit Mai das operative Geschäft als neuer Chief Operating Officer.
Ratingagenturen werten die Halbjahreszahlen positiv. Moody’s bestätigte das Ba3-Rating und hob den Ausblick an. Auch Fitch hält an seiner Einstufung fest. Die Experten vertrauen auf weiteres Gewinnwachstum im laufenden Jahr.
An der Börse überwiegt indes die Skepsis. Die TUI-Aktie gab am Freitag leicht auf 6,39 Euro nach. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf über 28 Prozent. Das Papier notiert weit unter den wichtigen Trendlinien. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt fast 19 Prozent. Ob TUI seinen Gewinnkorridor erreicht, hängt nun fast vollständig vom kurzfristigen Last-Minute-Geschäft ab.
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