TUI Aktie: Mai-Integration in ChatGPT gestartet
Der Reisekonzern ermöglicht Hotel- und Erlebnisbuchungen via ChatGPT und legt trotz Iran-Krieg das 14. Quartal mit operativem Gewinnwachstum vor.

- ChatGPT wird neuer Vertriebskanal
- Operativer Gewinn steigt 14. Mal in Folge
- Iran-Krieg belastet Sommerbuchungen
- Aktie verliert seit Jahresbeginn 27 Prozent
TUI ist jetzt direkt in der ChatGPT-App buchbar. Was technisch unscheinbar klingt, markiert einen strategischen Kurswechsel: Der Reisekonzern erschließt damit den Ort, an dem immer mehr Urlauber ihre Reisen zu planen beginnen — noch vor dem ersten Klick auf eine Buchungsplattform.
Von der eigenen App in den KI-Assistenten
Der Weg dorthin war schrittweise. Im August 2023 bettete TUI ChatGPT in seine eigene App für britische Kunden ein — Empfehlungen für Ausflüge, Antworten zu Destinationen, ein erster Pilot. Im November 2025 folgte eine Partnerschaft mit der KI-Plattform Mindtrip, die Nutzern per natürlicher Sprache Reisepläne erstellen und direkt über TUI buchen lässt.
Die Mai-2026-Integration geht einen Schritt weiter: TUI-Hotels und Erlebnisangebote sind nun innerhalb der ChatGPT-Apps auffindbar und buchbar. Weitere Anbindungen an Large Language Models sind laut Unternehmen in Vorbereitung. CEO Sebastian Ebel formuliert die Logik dahinter klar: KI sei bei TUI keine Werkzeugkiste, sondern Arbeitsweise — mit dem Ziel, neue Vertriebskanäle zu erschließen und Kundennähe zu schaffen.
Operatives Fundament: vierzehn Quartale in Folge
Zur ChatGPT-Ankündigung legte TUI seine Halbjahreszahlen vor. Das bereinigte EBIT verbesserte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 um 45 Millionen Euro auf -111 Millionen Euro. Das zweite Quartal stand dabei unter Druck: Der Iran-Krieg belastete mit rund 40 Millionen Euro, Hurrikan Melissa in Jamaika mit weiteren 5 Millionen Euro.
Trotzdem verbesserte sich das bereinigte EBIT im zweiten Quartal auf -188 Millionen Euro — nach -206,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ebel betonte, es sei das vierzehnte aufeinanderfolgende Quartal mit Wachstum beim operativen Gewinn.
Buchungsverschiebung trübt den Sommer
Die gebuchten Erlöse im Segment Markets + Airline gingen um 7 Prozent zurück. Der Iran-Krieg lenkt Reisende vom östlichen in den westlichen Mittelmeerraum — und viele buchen näher am Abreisedatum. Knapp die Hälfte der Urlauber, die für diese Saison planen, hat noch nicht gebucht. Spanien und Griechenland dürften die beliebtesten Ziele des Sommers werden.
Die Nettoverschuldung blieb stabil bei 3,0 Milliarden Euro. Die EBIT-Prognose für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Ebel mit einer Spanne von 1,1 Milliarden Euro bis nahe dem Vorjahresniveau von 1,4 Milliarden Euro.
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider: Die Aktie notiert mit rund 6,53 Euro gut 27 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau und hat seit dem 52-Wochen-Hoch von 9,41 Euro fast ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Ob die KI-Vertriebsstrategie die operative Delle aus dem Iran-Schock ausgleichen kann, wird sich spätestens mit den Buchungszahlen zum Saisonende zeigen.
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