Tui Aktie: Nahost-Krise trifft hart
Die Eskalation im Nahen Osten führt zu Flugausfällen und strandet Tausende Tui-Kunden. Der Reisekonzern muss zahlreiche Reisen stornieren und sieht sich hohen operativen Belastungen gegenüber.

- Rund 30.000 Urlauber deutscher Veranstalter festsitzend
- Tui-Aktie verliert vorbörslich fast zehn Prozent
- Reisen in mehrere Länder bis 8. März storniert
- Lufträume gesperrt, Kreuzfahrtschiffe gestrandet
Rund 30.000 Urlauber deutscher Reiseveranstalter sitzen nach der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran im Nahen Osten fest. Für Tui wird die Lage zum operativen Albtraum – die Aktie verlor vorbörslich auf Tradegate fast zehn Prozent.
Lufträume dicht, Kreuzfahrtschiffe gestrandet
Die Dimension wird erst beim genauen Hinsehen klar: Allein auf zwei Tui-Kreuzfahrtschiffen – „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ – können sich bis zu 5.000 Reisende befinden, die nun in Häfen der Region festsitzen. Der Konzern erklärte, man sei auf Informationen der Airlines angewiesen, um zu klären, wann Rückflüge überhaupt möglich sind.
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Nach den massiven Luft- und Raketenangriffen am Samstagmorgen, bei denen auch Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde, reagierte Teheran mit Gegenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Golfregion. Die Folge: Flughäfen wie Dubai haben den Flugverkehr bis auf weiteres komplett ausgesetzt.
Aktive Stornierungen bis 8. März
Tui reagierte mit drastischen Maßnahmen. Alle Reisen nach Israel mit Reisebeginn bis einschließlich 8. März werden aktiv storniert. Auch Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar und Bahrain mit Reisebeginn bis 2. März fallen weg. Für Reisen in die VAE vom 3. bis 6. März gilt dasselbe.
Alle noch nicht abgesagten Reisen in die betroffenen Gebiete bis 8. März können Kunden gebührenfrei umbuchen oder kostenlos stornieren. Der Deutsche Reiseverband rät dringend, dass gestrandete Urlauber in ihren Hotels bleiben und sich nicht eigenständig zum Flughafen begeben sollen.
Keine schnelle Lösung in Sicht
Außenminister Johann Wadephul dämpfte Hoffnungen auf eine rasche Entspannung. Wir müssten uns darauf einstellen, dass der Konflikt länger dauert, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend. Eine militärische Evakuierung schloss er aus – die Lufträume seien komplett geschlossen. US-Präsident Donald Trump schätzt die Konfliktdauer auf bis zu vier Wochen.
Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, mehr als 10.000 Deutsche hätten sich in der Krisenvorsorgeliste für die Golfregion registriert – wobei die Registrierung freiwillig ist und die tatsächliche Zahl höher liegen dürfte.
Für Tui bedeutet das wochenlange Belastungen durch Stornierungen, Umbuchungen und Betreuungskosten. Immerhin: Die VAE wollen alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für gestrandete Passagiere übernehmen.
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