TUI Aktie: Oman-Deal auf Eis
TUI und der omanische Partner OMRAN legen ihr geplantes Hotel-Joint-Venture auf Eis. Damit ist auch ein direkter Einstieg des Staatskonzerns bei TUI vorerst ausgesetzt.

- Geplantes Hotel-Joint-Venture im Oman pausiert
- Direkter Einstieg von OMRAN bei TUI vorerst gestoppt
- Management hält an Jahresprognose fest
- Aktienkurs notiert deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
Der ehrgeizige Ausbau im Nahen Osten gerät ins Stocken. TUI und die staatliche omanische OMRAN Group haben ihr geplantes Hotel-Joint-Venture überraschend auf Eis gelegt. Damit pausiert nicht nur der Bau von fünf neuen Anlagen, sondern auch ein geplanter direkter Einstieg der Omanis bei dem Touristikkonzern.
Frist verstrichen, Einstieg gestoppt
Eigentlich sollte die Region Dhofar im Süden des Omans mit massiven Investitionen zu einem neuen internationalen Urlaubsziel aufgebaut werden. Ein entsprechendes Abkommen zwischen den Partnern bestand bereits seit September 2025. Weil der anvisierte Projektstart bis zur gesetzten Frist am 31. März 2026 jedoch nicht mehr zu realisieren ist, zogen beide Parteien nun die Reißleine.
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Besonders relevant für die Kapitalstruktur: Im Zuge dieser Projektpause ist auch der geplante Erwerb einer 1,4-prozentigen Beteiligung an TUI durch die OMRAN Group vorerst ausgesetzt. Ein solcher Einstieg hätte dem Konzern zusätzliches Vertrauen auf dem internationalen Parkett signalisiert.
Management hält an Prognose fest
Trotz dieses Dämpfers für die Expansionsstrategie bemüht sich das Management um Stabilität. Auf einer Investorenveranstaltung in Paris bestätigte der Finanzvorstand die bestehenden Wachstumsziele für das laufende Jahr. Der Umsatz soll weiterhin um zwei bis vier Prozent steigen, während das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) um sieben bis zehn Prozent zulegen soll.
An der Börse spiegelt sich die aktuelle Gemengelage in einer spürbaren Zurückhaltung wider. Mit einem Kurs von 6,78 Euro verzeichnet das Papier auf Sicht von 30 Tagen ein Minus von gut 20 Prozent und notiert damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 8,11 Euro.
Fokus auf margenstarke Segmente
Um die ehrgeizigen Jahresziele dennoch zu erreichen, rückt das Segment „Holiday Experiences“ noch stärker in den Mittelpunkt. Kreuzfahrten, Aktivitäten und das bestehende Hotelportfolio erweisen sich derzeit als verlässliche Profitabilitätstreiber. Sie sollen die nachlassende Buchungsdynamik kompensieren, die das klassische Veranstaltergeschäft in einigen Märkten verzeichnet. Analysten betrachten die globalen Ziele durch den Stopp im Oman zwar nicht als unmittelbar gefährdet, werten den Vorgang aber als klaren Rückschlag für die strategische Diversifizierung im Nahen Osten.
Den nächsten konkreten fundamentalen Datenpunkt liefert TUI im Mai mit den anstehenden Quartalszahlen. Dort wird das Management detaillierte Einblicke in die Buchungslage der wichtigen Sommersaison geben und aufzeigen müssen, wie die geplanten Kapazitäten nach dem Ausfall der Oman-Projekte kurzfristig umverteilt werden.
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