TUI Aktie: Sommer gerettet?

Nach wochenlanger Blockade im Persischen Golf sind die TUI-Schiffe wieder frei. Die Kreuzfahrtsparte kann ihre Sommerprogramme planmäßig starten, während der Konzern an seiner Jahresprognose festhält.

Die Kernpunkte:
  • Zwei Kreuzfahrtschiffe nach Blockade wieder unterwegs
  • Sommerprogramme starten planmäßig im Mai
  • TUI hält an Jahresprognose fest
  • Analysten sehen Aufholpotenzial für die Aktie

Zwei Schiffe, wochenlang eingefroren im Persischen Golf — jetzt sind sie wieder auf Kurs. Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 passierten am 19. April die Straße von Hormus und steuern Richtung Mittelmeer. Für TUI Cruises endet damit eine operative Ausnahmesituation, die das Kreuzfahrtsegment seit Ende Februar belastet hat.

Rückkehr zur Normalität

Die Schiffe lagen seit dem Ausbruch des US-israelisch-iranischen Konflikts in Golfhäfen fest. Mein Schiff 4 wartete in Abu Dhabi, die Passagiere beider Schiffe wurden bereits im März ausgeflogen. Nur eine Crew-Besatzung blieb an Bord — laufende Kosten liefen trotzdem weiter.

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Die Folge: Rückerstattungen, Entschädigungen für gebuchte Flüge und Hotels, dazu Wartungs- und Lohnkosten ohne Einnahmen. Das trifft einen Konzern, der ohnehin mit einem Kursrückgang von rund 23 Prozent seit Jahresbeginn kämpft.

Sommer-Saison läuft planmäßig an

Die Passage kommt zum richtigen Zeitpunkt. Mein Schiff 5 startet ab 15. Mai von Heraklion, Mein Schiff 4 ab 17. Mai von Triest. Beide Saisonprogramme waren zwischenzeitlich abgesagt — jetzt sind sie wieder buchbar.

TUI hält trotz der Krise an seiner Jahresprognose fest. Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent, bereinigtes EBIT-Plus von 7 bis 10 Prozent. Im jüngsten Quartal lag der Verlust je Aktie bei minus 0,09 Euro — nach minus 0,17 Euro im Vorjahr.

Analysten sehen Aufholpotenzial

Die Aktie fiel vom Jahreshoch bei 9,55 Euro auf zeitweise 6,40 Euro. Seitdem pendelt sie in einer engen Spanne. Kein Wunder — die Unsicherheit war real.

Analysten sehen das Bild konstruktiver. J.P. Morgan hält an einem Kursziel von 13,50 Euro fest und bewertet die Aktie mit „Overweight“. Deutsche Bank und Barclays liegen im Bereich von 11 bis 12 Euro. Bernstein bleibt mit „Neutral“ und einem Ziel von 9,20 Euro vorsichtiger. Der gemeinsame Tenor: Die Buchungseinbußen durch den Nahostkonflikt gelten als zyklisch, nicht strukturell.

Die neue Mein Schiff Flow soll am 14. Juni ab Triest ihre Jungfernfahrt antreten — und ist nach aktuellem Stand weiterhin buchbar. Ob die Sommerbuchungen das leichte Minus zum Vorjahr bis dahin aufholen, wird der nächste Gradmesser für die Erholung sein.

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