TUI Aktie: Splashworld startet mit 25 Anlagen
TUI erweitert das Drei-Sterne-Angebot und bestellt zwei neue Flusskreuzer. Geopolitische Risiken belasten jedoch das Geschäftsumfeld.

- Ausbau des Drei-Sterne-Portfolios
- Neues Hotelkonzept Splashworld für Familien
- Zwei neue Flusskreuzfahrtschiffe bestellt
- Ölpreis steigt durch geopolitische Spannungen
Der Touristikkonzern TUI richtet sein Angebot verstärkt auf preisbewusste Reisende aus und treibt gleichzeitig die Modernisierung seiner Flotten voran. Mit einer Erweiterung des Drei-Sterne-Segments und neuen Hotelkonzepten reagiert das Unternehmen auf eine steigende Nachfrage nach erschwinglichen Urlaubsoptionen. Parallel dazu sichert sich die Gruppe zusätzliche Kapazitäten im Bereich der Flusskreuzfahrten, um die Wachstumsziele für das Jahr 2028 zu erreichen.
Drei-Sterne-Segment und Splashworld im Fokus
Im Zentrum der aktuellen Hotelstrategie steht der Ausbau des Drei-Sterne-Portfolios. Laut Artur Gerber, Co-CEO von TUI Hotels & Resorts, zielt dieser Schritt darauf ab, Kunden anzusprechen, die in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld verstärkt auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Ergänzend dazu lanciert der Konzern das neue Hotelkonzept „Splashworld“. Dieses umfasst zum Start 25 Anlagen in Destinationen wie der Türkei, Griechenland, Ägypten, Spanien sowie in Mexiko und der Dominikanischen Republik.
Das Konzept richtet sich primär an Familien und bietet einen inkludierten Zugang zu Wasserparks. Nicole Pfammatter, Managing Director von TUI Suisse, verweist in diesem Zusammenhang auf den anhaltenden Trend zu erlebnisorientierten Familienangeboten. Um die Servicequalität in diesem spezialisierten Segment zu gewährleisten, wird in den Anlagen ein sogenannter „Splashworld Host“ als fester Ansprechpartner vor Ort etabliert. Insgesamt betreibt die TUI Group derzeit 463 Hotels weltweit.
Expansion auf dem Wasser
Auch im maritimen Bereich meldet der Konzern Fortschritte. Für die Sparte TUI River Cruises wurde ein Vertrag mit der Werft Concordia Damen über den Bau von zwei neuen Schiffen des Typs CDS River Cruise 135 unterzeichnet. Die Auslieferung der Neubauten ist für das Jahr 2028 geplant. Die Schiffe verfügen jeweils über 94 Kabinen für 188 Passagiere und zeichnen sich durch ein effizientes Design aus, das zudem für den Betrieb mit Methanol vorbereitet ist. Bis zum Jahr 2028 plant TUI, insgesamt zehn Flusskreuzfahrtschiffe zu betreiben.
Im Bereich der Hochseekreuzfahrten bereitet die Tochtergesellschaft TUI Cruises den Einsatz der Mein Schiff Flow vor. Das zweite Schiff der InTUition-Klasse wurde am 23. Juni 2026 getauft. Für dieses Schiff sind in Kürze zusätzliche Einführungsfahrten, sogenannte Willkommensreisen, buchbar. Die Kreuzfahrtsparte des Konzerns umfasst aktuell insgesamt 19 Schiffe.
Geopolitische Spannungen belasten Marktumfeld
Trotz der operativen Fortschritte sieht sich das Unternehmen mit einem schwierigen makroökonomischen Umfeld konfrontiert. Eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben den Ölpreis der Sorte Brent auf 86,45 Dollar pro Barrel steigen lassen. Die europäische Luftfahrtbehörde EASA rät Fluggesellschaften zudem, den Luftraum über weiten Teilen der Golfregion bis Ende Juli zu meiden. Dies zwingt Airlines zu Routenanpassungen, was die Betriebskosten der TUI-Flotte von derzeit 125 Flugzeugen beeinflussen könnte.
Die TUI-Aktie notiert aktuell bei 7,05 € und konnte damit gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 6,99 € um 0,94 % zulegen. Seit Jahresbeginn weist der Wert jedoch ein Minus von 21,00 % auf. Mit einem Kurs von 7,05 € liegt die Aktie zwar 1,58 % über dem 50-Tage-Durchschnitt von 6,94 €, notiert jedoch weiterhin 7,64 % unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 7,64 €. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich aktuell auf 3,62 Milliarden €. Vom 52-Wochen-Hoch bei 9,50 € ist das Papier derzeit rund 25,78 % entfernt.
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