Uber Aktie: 700.000 Hotels über Expedia buchbar

Uber erweitert sein Angebot um Hotelbuchungen und Event-Shuttles, während Werbe- und Liefergeschäft wachsen. Die Aktie bleibt jedoch unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • Hotelbuchungen über Expedia integriert
  • Shuttle-Service für WM-Spiele angekündigt
  • Werbeumsatz übersteigt zwei Milliarden Dollar
  • Aktie fällt auf Jahrestief

Uber rückt immer stärker von der reinen Fahrdienst-App ab. Der Konzern will Reisen in der App bündeln, Hotelbuchungen direkt verkaufen und bei Großereignissen mehr vom Transportgeschäft einsammeln. Für Anleger ist das interessant, weil Uber damit neue Umsatzquellen aufbaut, ohne sich allein auf klassische Fahrten zu verlassen.

Hotels, Events und mehr Marge

Ein wichtiger Baustein ist die engere Partnerschaft mit Expedia. Über die Uber-App lassen sich inzwischen mehr als 700.000 Hotels buchen. Uber One-Mitglieder bekommen dabei 10 Prozent der Buchungssumme als Guthaben zurück, dazu kommen Rabatte auf ausgewählte Häuser.

Parallel dazu greift Uber im Eventgeschäft an. Für Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft hat das Unternehmen einen Shuttle-Service für 49 Dollar angekündigt. Das ist mehr als nur ein Zusatzangebot. Uber versucht damit, bei großen Veranstaltungen auch die Logistik rund um die An- und Abreise zu kontrollieren.

Neue Einnahmen, stabile Nutzerbasis

Die Strategie bekommt Unterstützung von der übrigen Geschäftsentwicklung. Das Werbegeschäft hat inzwischen eine jährliche Umsatzrate von mehr als 2 Milliarden Dollar erreicht. Das ist für Uber besonders wertvoll, weil Werbung hohe Margen bringt und Geld für neue Projekte freisetzt.

Auch das Liefergeschäft bleibt ein profitabler Pfeiler. Im ersten Quartal 2026 lag die non-GAAP-Marge dort bei 19,0 Prozent und steuerte rund 32 Prozent zum operativen Non-GAAP-Gewinn des Konzerns bei. Dazu kommt das Abo-Programm Uber One mit inzwischen mehr als 50 Millionen Mitgliedern. Das sorgt für wiederkehrende Erlöse und häufigere App-Nutzung.

Aktie unter Druck

An der Börse kommt die Expansion bisher nicht mit derselben Dynamik an. Die Aktie schloss am Freitag bei 60,00 Euro und verlor 1,43 Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 3,15 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 15,15 Prozent. Der Kurs liegt nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 58,93 Euro und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 71,47 Euro.

Technisch bleibt das Bild angeschlagen, auch wenn der RSI mit 59,3 noch keinen überverkauften Zustand signalisiert. Gleichzeitig nennen mehrere Häuser die Aktie weiter zum Kauf und verweisen auf Kursziele zwischen 105 und 108 Dollar.

Für den kommenden Monat wird vor allem die Verknüpfung von Uber-Fahrten mit der Expedia-App wichtig bleiben. Ebenso im Blick: der Ausbau des „Travel Mode“, der Reisenden vor Ort passende Empfehlungen und Concierge-Funktionen liefern soll. Uber muss jetzt zeigen, dass aus der breiteren Plattform auch mehr planbare Erlöse werden.

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