Uber Aktie: Die ezCater-Wette!
Der Catering-Marktplatz soll Uber Eats und Uber for Business ergänzen; der Vollzug hängt noch von behördlichen Genehmigungen ab.

- Übernahmevereinbarung über 2,3 Milliarden Dollar
- ezCater vermittelt Aufträge an 140.000 Restaurants
- Durchschnittlicher Bestellwert liegt über 400 Dollar
- Abschluss benötigt noch behördliche Genehmigungen
Uber stellt die Weichen für ein margenstarkes Zusatzgeschäft im Firmenkundensektor. Der Mobilitäts- und Lieferdienst vereinbarte gestern die vollständige Übernahme des Plattformbetreibers ezCater für einen Barpreis von 2,3 Milliarden US-Dollar. Mit diesem Zukauf bindet der Konzern den US-Marktplatz direkt an Uber Eats sowie an die Sparte Uber for Business an, um im Bereich der betrieblichen Verpflegung zu expandieren.
Hohe Warenkörbe im Firmenkundenbereich
Das in Boston ansässige Zielunternehmen vermittelt Catering-Aufträge an mehr als 140.000 US-Restaurants. In den vergangenen zwölf Monaten erwirtschaftete ezCater Bruttobuchungen von über 2,5 Milliarden US-Dollar. Dabei wuchs das vermittelte Volumen im hohen Zehnerprozentbereich im Vergleich zum Vorjahr.
Ausschlaggebend für die Transaktion sind vor allem die veränderten Bestelldimensionen. Während Uber Eats überwiegend auf Lieferungen an Privatkunden ausgerichtet ist, liegt der durchschnittliche Bestellwert bei ezCater bei über 400 US-Dollar. Planbare Großbestellungen für Meetings, Konferenzen und Firmenfeiern erschließen dem Konzern damit ein Kundensegment mit strukturell höheren Ticketgrößen.
Profitabilität und behördliche Prüfung
Für die Lieferdienstsparte Delivery, die im zweiten Quartal 2026 rund 37 Prozent des gesamten Konzernumsatzes beisteuerte, soll der Zukauf zu einem Margentreiber werden. Nach Unternehmensangaben arbeitet ezCater auf Non-GAAP-Basis bereits profitabel im operativen Geschäft. Der Abschluss der Vereinbarung wird in den kommenden Monaten erwartet, steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.
Die Übernahme fügt sich in eine Phase aktiver Zukäufe im Liefersektor ein. Das Analysehaus BTIG bestätigte im Anschluss an die Ankündigung seine Kaufempfehlung für die Uber-Aktie und beließ das Kursziel bei 100 US-Dollar. Die Analysten erwarten, dass das erweiterte Buchungsvolumen und die Integration des Firmenkundengeschäfts das mittelfristige Betriebsergebnis stützen werden.
Gedämpfte Stimmung an den Märkten
An der Börse zeigte sich das Handelspublikum dennoch zurückhaltend gegenüber dem Barmitteleinsatz. Das Wertpapier beendete den gestrigen Handelstag mit einem Abschlag von 0,9 Prozent bei 61,36 Euro.
Die Zurückhaltung spiegelt das bisher fordernde Börsenjahr wider. Seit Jahresanfang liegt die Uber-Aktie mit 12 Prozent im Minus, womit Investoren vor allem die zügige behördliche Freigabe und die tatsächliche Realisierung der Margenversprechen abwarten dürften.
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