Uber Aktie: Kartell-Keule in Südkorea?

Bernstein bestätigt sein positives Uber-Urteil; zugleich bestehen Rechtsstreitigkeiten und die südkoreanische Prüfung der Delivery-Hero-Übernahme fort.

Die Kernpunkte:
  • Bernstein bestätigt Kursziel von 95 Dollar
  • Uber erzielt vertrauliche Einigung in Atlanta
  • 40 Millionen Dollar nach Schiedsverfahren zugesprochen
  • Südkorea prüft geplante Delivery-Hero-Übernahme

Der US-Konzern Uber steht an verschiedenen Fronten im Fokus: Neben Fortschritten bei den Zukunftsplänen rund um autonomes Fahren sieht sich das Unternehmen weiterhin mit juristischen Altlasten konfrontiert.

Am Donnerstag erzielte Uber einen vertraulichen Vergleich in einem Rechtsstreit im Großraum Atlanta. Geklagt hatte ein minderjähriges Opfer von Menschenhandel, das dem Mobilitätsdienstleister eine Mitverantwortung für erlittenen Missbrauch vorgeworfen hatte. Uber wies ein Fehlverhalten im Rahmen der Einigung zurück.

Zudem wurde Uber nach einem Schiedsverfahren zur Zahlung von 40 Millionen $ an die Eltern von Emily Normandin-Parker verurteilt. Das Unternehmen vertrat hierzu den Standpunkt, der Schiedsrichter habe bei der Feststellung einer rechtlichen Verantwortung fehlerhaft geurteilt.

Bernstein setzt auf autonomes Fahren

Rückenwind erhält das Unternehmen dagegen von Analystenseite für seine technologische Ausrichtung. Am Mittwoch bekräftigte das Analysehaus Bernstein die Einstufung für die Uber-Aktie mit „Outperform“ und nannte ein Kursziel von 95,00 $.

Die Experten begründeten ihre positive Haltung vor allem mit den Rollout-Plänen des Konzerns für autonome Fahrzeuge. Die Integration von Robotaxis und fahrerlosen Transportlösungen gilt an den Finanzmärkten als zentraler Baustein für die künftige Margenentwicklung des Fahrdienstvermittlers.

An der Börse ging die Aktie am Freitag mit einem Schlusskurs von 60,49 € ins Wochenende. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Rückgang von 13 Prozent.

Fusionsprüfung in Südkorea läuft

Parallel dazu treibt das Management die Expansion im Liefergeschäft voran. Im Zuge des laufenden Übernahmeangebots für Delivery Hero gab der Berliner Lieferdienst am 24. September bekannt, dass CEO Niklas Östberg über den 31. März 2027 hinaus im Amt bleiben wird. Als Begründung führte das Unternehmen die veränderten Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme durch Uber an.

Unterdessen befasst sich auch die südkoreanische Kartellbehörde mit der geplanten Transaktion. Die Fair Trade Commission leitete eine Überprüfung der beabsichtigten Akquisition von Delivery Hero durch Uber ein. Für Anleger bleibt neben den operativen Zukunftsfeldern wie dem autonomen Fahren vor allem entscheidend, welche Auflagen die Regulierungsbehörden für den Zusammenschluss definieren werden.

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