Uber enttäuscht!

Das Börsendebüt von Uber an der Wall Street fiel Freitag sehr enttäuschend aus. Die Uber-Aktie schloss am Ende ihres ersten Handelstages sogar im Minus.

Lange hatte man auf die Premiere von Uber an der Börse hingearbeitet, allerdings konnte die Erwartungen am Freitag nicht erfüllt werden. Uber stemmte den größten Börsengang seit dem Debüt von Alibaba 2014. Aber die Nachfrage der Anleger war mau. Man hatte zwar bei der schlechten Marktstimmung mit einem etwas verhaltenerem Interesse gerechnet, die Zahlen enttäuschten dann allerdings doch.

Denn der erste Kurs unter dem Tickerkürzel UBER notierte Freitag bei 42 Dollar, was 3 Dollar unter dem Ausgabepreis lag. Zu Handelsschluss gingen die Papiere sogar mit noch weniger aus dem Handel – nämlich mit einem Minus von knapp 8 % (41,57 Dollar). Beim Börsengang wurden rund 8,1 Milliarden Dollar eingesammelt.

Gute Erlöse, aber tiefrote Zahlen

Das Unternehmen aus San Francisco war von Investoren mit insgesamt 82 Milliarden Dollar bewertet worden, was deutlich unter der zeitweise angepeilten Marke von 120 Milliarden Dollar lag, die man Uber im letzten Jahr noch zugetraut hat. Denn das Unternehmen verspricht Wachstum. Allein in 2018 stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 42 % auf 11,3 Milliarden Dollar.

Allerdings steckt Uber immer noch tief in den roten Zahlen. Ohne Sondererlöse durch den Verkauf von Geschäftsteilen fiel im vergangenen Jahr ein Minus von fast 1,9 Milliarden Dollar an und laut Prognosen soll es auch Anfang 2019 nicht besser aussehen. Der Anleger sollte sich also ganz genau überlegen, ob er bei Uber einsteigen möchte. Denn Vorstandschef Dara Khosrowshahi warnte bereits vor Monaten, Uber sei nichts für Investoren, die "ein vorhersehbar profitables Unternehmen wollen".

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