Ubisoft Aktie: 1.200 Stellen gestrichen, sieben Projekte weg

Ubisoft verzeichnet einen Nettoverlust von 1,475 Milliarden Euro und leitet einen massiven Umbau mit Stellenstreichungen und Projektstopps ein.

Die Kernpunkte:
  • Nettoverlust von 1,475 Milliarden Euro
  • Streichung von sieben Projekten
  • Tencent investiert 1,16 Milliarden Euro
  • Fokus auf drei Kern-Franchises

Ubisoft schreibt einen der größten Verluste seiner Geschichte. Der französische Spielekonzern meldet für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Nettoverlust von 1,475 Milliarden Euro. Die Antwort des Managements: ein massiver Umbau. Sieben Projekte werden gestrichen, 1.200 Stellen fallen weg.

Die Zahlen sind brutal. Die Net Bookings sanken um 17 Prozent auf 1,525 Milliarden Euro. Der operative Verlust nach IFRS beträgt über eine Milliarde Euro. Immerhin: Das vierte Quartal lag mit 415 Millionen Euro Bookings über der eigenen Prognose. Ein kleiner Lichtblick.

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Milliardenverlust und Schuldenabbau

Um das Unternehmen zu stabilisieren, greift Ubisoft tief in die Struktur ein. Die Belegschaft schrumpfte auf 16.590 Mitarbeiter. Die Fixkosten sanken um 118 Millionen Euro auf 1,435 Milliarden. Bis März 2028 will der Konzern sie auf 1,25 Milliarden drücken.

Gleichzeitig half eine milliardenschwere Beteiligung von Tencent. Der chinesische Konzern investierte 1,16 Milliarden Euro und erhielt dafür Anteile an der Vantage Studios. So schmolz die Nettoverschuldung von 885 Millionen auf 187 Millionen Euro. Kein Wunder: Ohne diesen Deal sähe die Bilanz weit düsterer aus.

Drei Franchises, eine Strategie

Ubisoft setzt künftig auf die stärksten Marken: Assassin‘s Creed, Far Cry und Ghost Recon. Neue Teile aller drei Serien sind vor März 2029 geplant. Der nächste große Release kommt bereits im Juli: Assassin‘s Creed Black Flag Resynced. Ein Vollremake mit überarbeiteter Grafik, neuem Kampfsystem und sechs Stunden Zusatzmaterial.

Parallel experimentiert Ubisoft mit generativer KI. Das interne Projekt „Teammates“ wird derzeit in frühen Versionen von Far Cry 7 getestet. Die internen Benchmarks sind allerdings noch von niedriger Qualität. Eine Integration in kommerzielle Produkte dürfte Jahre dauern.

Vorsichtiger Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 bleibt Ubisoft verhalten. Die Net Bookings sollen im hohen einstelligen Prozentbereich fallen. Der freie Cashflow könnte bis zu 500 Millionen Euro negativ ausfallen. Erst ab 2027/28 erwartet das Management wieder positive Cashflows.

Die Aktie spiegelt die Krise. Mit 4,50 Euro notiert sie 54 Prozent unter dem Vorjahresniveau und knapp 19 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief. Die Hoffnung ruht auf der Content-Pipeline bis 2029. Besonders Rainbow Six Siege bleibt ein Standbein – über zehn Millionen aktive Nutzer im März zeigen, dass Live-Service-Titel weiter funktionieren. Ob die Neuausrichtung trägt, wird sich frühestens in zwei Jahren zeigen.

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