Ubisoft Aktie: Guillemot Brothers verlängern Kaufvereinbarung

Ubisoft-Gründer verlängern Aktienkaufvereinbarung trotz Milliardenverlust und radikalem Konzernumbau.

Die Kernpunkte:
  • Guillemot-Familie verlängert Aktienkauf-Deal
  • Operativer Verlust von 1,3 Milliarden Euro
  • Nettoverschuldung durch Tencent-Deal gesenkt
  • Hoffnung auf Assassin's Creed Black Flag

Nach einer wilden Handelswoche sendet die Ubisoft-Gründerfamilie ein Zeichen der Stabilität. Guillemot Brothers Limited verlängert offiziell eine bestehende Vereinbarung zum Aktienkauf. Dieser Schritt folgt direkt auf die Präsentation der Jahreszahlen, die den französischen Videospielkonzern tief in die roten Zahlen gerissen haben.

Der Markt reagierte zuletzt extrem nervös auf den laufenden Konzernumbau. Allein am Freitag schoss der Kurs bei massiver Volatilität um über 15 Prozent auf 5,19 Euro nach oben. Auf Jahressicht notiert das Papier damit allerdings noch immer rund 18 Prozent im Minus.

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Radikaler Umbau kostet Milliarden

Die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 offenbart die volle Härte der aktuellen Restrukturierung. Ubisoft verzeichnete einen operativen Verlust von 1,3 Milliarden Euro. Das Management begründet diesen Einbruch mit einem schwächeren Release-Kalender und den immensen Kosten für den Übergang zu einem neuen Betriebsmodell. Parallel dazu sanken die Nettobuchungen um gut 17 Prozent.

Ein Lichtblick findet sich in der Schuldenstruktur. Die Nettoverschuldung schmolz von ehemals 885 Millionen Euro auf nur noch 187 Millionen Euro ab. Haupttreiber dieser Entlastung war eine strategische Transaktion mit Tencent, die dem Publisher eine milliardenschwere Finanzspritze bescherte.

Harte Einschnitte im Studio-Netzwerk

Um die Kostenbasis weiter zu drücken, treibt der Vorstand sein Effizienzprogramm aggressiv voran. Im vergangenen Jahr strich das Unternehmen weltweit rund 1.200 Stellen. Das Studio in Halifax wurde komplett geschlossen, während Standorte wie Toronto und Abu Dhabi deutliche Einschnitte hinnehmen mussten.

Bis März 2028 peilt Ubisoft kumulierte Einsparungen von einer halben Milliarde Euro an. Bislang hat der Konzern seine Fixkosten bereits um einen dreistelligen Millionenbetrag gesenkt.

Das laufende Geschäftsjahr wird laut Management den Tiefpunkt beim freien Cashflow markieren. Für das erste Quartal rechnet Ubisoft mit Nettobuchungen von rund 250 Millionen Euro. Operativ ruhen die Hoffnungen nun auf dem Juli-Release von „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“.

Der Weg zur Besserung ist klar definiert. Bis zum Geschäftsjahr 2027/28 will der Konzern zwingend zu einem positiven Cashflow zurückkehren. Bis dahin muss das Management die anstehenden Schuldenfälligkeiten refinanzieren und beweisen, dass die verschlankte Struktur tatsächlich tragfähig ist.

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