UBS: 0,85 Dollar EPS für Q1 erwartet
Die UBS präsentiert am Mittwoch die Q1-Zahlen. Analysten prognostizieren einen deutlichen Gewinnanstieg, während die drohende Kapitalerhöhung die Aktie unter Druck setzt.

- Gewinnprognose 67 Prozent über Vorjahr
- Credit-Suisse-Migration erfolgreich abgeschlossen
- Milliarden-Kapitalpuffer gefordert
- Aktienkurs seit Jahresbeginn im Minus
Zwei Tage vor den Q1-Ergebnissen steht UBS gleich vor zwei Fragen: Wie stark ist das Geschäft wirklich — und was sagt das Management zum drohenden Milliarden-Kapitalpuffer?
Analysten erwarten kräftiges Gewinnplus
Am Mittwoch, 29. April, veröffentlicht UBS ab 06:45 Uhr CEST die Erstquartalsergebnisse. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,85 US-Dollar — rund 67 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. In den vergangenen vier Quartalen übertraf die Bank die Konsensschätzungen jedes Mal.
Allerdings haben Analysten ihre Prognosen in den letzten 30 Tagen leicht nach unten korrigiert. Benjamin Goy von Deutsche Bank Research sieht die Schätzungen dennoch weitgehend stabil: Stärkeres Investmentbanking soll schwächere Erträge im globalen Wealth Management ausgleichen.
Operativ läuft es. Im Gesamtjahr 2025 erzielte UBS einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 53 Prozent. Die kumulierten Einsparungen aus der Credit-Suisse-Integration liegen inzwischen bei 10,7 Milliarden US-Dollar und übertreffen damit das ursprüngliche Ziel von 10 Milliarden. Das Gesamtziel hat UBS auf 13,5 Milliarden US-Dollar bis Ende 2027 angehoben.
Credit-Suisse-Migration abgeschlossen
Parallel dazu meldet UBS einen operativen Meilenstein. Die vollständige Migration aller ehemaligen Credit-Suisse-Kunden auf die eigene IT-Plattform ist abgeschlossen. Mehr als 80.000 Tests waren nötig. Die täglichen Transaktionen auf der UBS-Plattform stiegen um 25 Prozent auf knapp 3,1 Millionen. Legacy-Systeme werden nun abgeschaltet; die Integration soll bis Ende 2026 im Wesentlichen fertig sein.
Kapitalstreit mit Bern als Belastung
Das eigentliche Spannungsfeld liegt woanders. Der Schweizer Bundesrat will UBS verpflichten, die Kapitalunterlegung für Auslandstöchter von 60 auf 100 Prozent anzuheben. Das könnte einen zusätzlichen Puffer von rund 20 Milliarden US-Dollar erfordern.
Das trifft direkt ins Kontor: UBS hat für 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von 3 Milliarden US-Dollar geplant — exakt jener Betrag, den die Bank unter den neuen Regeln in ihre Schweizer Tochter einbringen müsste. Das Parlament debattiert das neue Bankgesetz im Sommer; die Kapitalregeln sollen im Januar 2027 in Kraft treten.
Kein Wunder, dass die Aktie unter Druck steht. Seit Jahresbeginn hat sie rund elf Prozent verloren und notiert aktuell bei 35,83 Euro — knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt. Der Konsens von 18 Analysten sieht ein Kursziel von 37,64 CHF, die Spanne reicht von 29 bis 55 CHF. Diese Streuung zeigt, wie offen der Ausgang der Regulierungsdebatte noch ist.
Beim Earnings Call am Mittwoch hat das Management angekündigt, sich zum Kapitalstreit zu äußern. Was UBS dort sagt, dürfte die Kursentwicklung der nächsten Wochen maßgeblich prägen.
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