UBS: 11 Milliarden immatielle Werte entlastet
Die Schweizer Regierung verzichtet auf sofortige Kapitalabzüge bei der UBS. Die Bank präsentiert morgen ihre Quartalszahlen mit Fokus auf Integration und Ertragskraft.

- Aufschub bei Kapitalabzügen beschlossen
- Quartalszahlen am Mittwoch erwartet
- Credit-Suisse-Integration schreitet voran
- Aktie zeigt sich verhalten im Handel
Der unmittelbare Druck auf die Bilanz schwindet. Der Schweizer Bundesrat verzichtet vorerst auf harte Kapitalabzüge für die UBS. Das verschafft der Bank Luft vor den morgigen Quartalszahlen.
Aufschub bei immateriellen Werten
Die Regierung entschärft einen zentralen Streitpunkt der neuen Bankenregulierung. Sie fordert keinen sofortigen Abzug von immateriellen Werten und Software-Investitionen vom harten Kernkapital. Ein solcher Schritt hätte die Kapitalbasis um rund elf Milliarden US-Dollar gemindert. Die Entscheidung entlastet das Institut spürbar.
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Die regulatorischen Anforderungen bleiben trotzdem hoch. Die Folge: Die Bank muss zusätzliche Kapitalpuffer aufbauen. Experten schätzen diesen Bedarf auf rund 20 Milliarden US-Dollar. UBS selbst rechnet mit 22 Milliarden US-Dollar.
Damit will das Management eine Zielmarge von über 18 Prozent beim Kernkapital erreichen. Die Regierung plant ein entsprechendes Gesetz für das Jahr 2027.
Quartalszahlen und Integration im Fokus
Parallel dazu richtet sich der Blick auf das operative Geschäft. Am morgigen Mittwoch präsentiert die Bank ihre Ergebnisse für das Auftaktquartal. Analysten erwarten einen Geschäftsertrag von 13,43 Milliarden US-Dollar. Das Konzernergebnis taxieren sie auf gut 2,4 Milliarden US-Dollar.
Neben den reinen Zahlen rücken Fortschritte bei der Credit-Suisse-Integration in den Fokus:
* Kundenmigration: Die Bank hat die Schweizer Kunden vollständig überführt.
* Kosteneinsparungen: Der Konzern hat bisher 10,7 Milliarden US-Dollar eingespart.
* Kapitalrückgabe: Im laufenden Jahr fließen voraussichtlich drei Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück.
Verhaltene Marktreaktion
An der Börse reagieren Investoren abwartend. Die Aktie schloss am Dienstag bei 35,70 Euro mit einem leichten Minus. Auf Monatssicht steht zwar ein Plus von gut elf Prozent auf der Anzeigetafel. Seit Jahresbeginn summiert sich der Abschlag allerdings auf knapp elf Prozent.
Am 29. April müssen die Quartalszahlen nun belegen, dass das operative Geschäft genug Ertragskraft liefert. Nur mit starken Gewinnen kann die UBS die kommenden Kapitalanforderungen stemmen und ihre geplanten Ausschüttungen finanzieren.
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