UBS Aktie: 26-Milliarden-Hammer droht!
Die Schweizer Großbank UBS steht vor einer regulatorischen Entscheidung, die zusätzliches Kapital in Höhe von bis zu 26 Milliarden Dollar erfordern könnte. Zugleich plant sie eine personelle Neuausrichtung und eine höhere Dividende.

- Bundesrat entscheidet über neue Milliarden-Kapitalregeln
- Verwaltungsrat holt prominente Finanzexperten an Bord
- Dividende soll um 22 Prozent auf 1,10 US-Dollar steigen
- Analysten halten trotz Unsicherheit an Kaufempfehlung fest
Kurz vor der Generalversammlung am Mittwoch spitzt sich die Lage bei der Schweizer Großbank zu. Während die Aktie heute um 1,95 Prozent auf 36,05 Euro klettert, überschattet eine drohende Regulierungsentscheidung des Bundesrats den geplanten Umbau der Führungsetage. Es geht um zusätzliche Kapitalanforderungen in zweistelliger Milliardenhöhe.
Prominente Neuzugänge und höhere Dividende
Im Zentrum des Basler Treffens steht eine tiefgreifende personelle Neuausrichtung. Mit Luca Maestri, dem langjährigen Finanzchef von Apple, und Agustín Carstens, dem ehemaligen Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, zieht prominente Expertise in den Verwaltungsrat ein. Sie ersetzen drei scheidende Mitglieder, darunter den langjährigen Vizepräsidenten Lukas Gähwiler.
Gleichzeitig sollen die Anteilseigner finanziell bei Laune gehalten werden. Der Verwaltungsrat schlägt eine um 22 Prozent erhöhte Dividende von 1,10 US-Dollar vor, gestützt durch den starken Vorjahresgewinn. Zusätzlich steht die Vernichtung von knapp 64 Millionen zurückgekauften Aktien auf der Agenda, was den Wert der verbleibenden Papiere stützen dürfte.
Der regulatorische Milliarden-Konflikt
Die Aufbruchstimmung könnte allerdings schnell verfliegen. Noch im April will der Schweizer Bundesrat über die neuen „Too Big To Fail“-Regeln entscheiden. Diese Reformen wurden als direkte Reaktion auf den Zusammenbruch der Credit Suisse ausgearbeitet. Das Eidgenössische Finanzdepartement fordert eine vollständige Kapitalisierung ausländischer Tochtergesellschaften.
Für das Institut bedeutet das im Extremfall, bis zu 26 Milliarden Dollar an zusätzlichem Kernkapital vorhalten zu müssen. Hinter den Kulissen suchen Parlamentarier bereits nach einem Kompromiss, der die Belastung auf 22 Milliarden Dollar begrenzen könnte. Diese Unsicherheit über den finalen Beschluss bremst derzeit eine stärkere Kursentwicklung aus, auch wenn die Aktie auf Monatssicht knapp 11 Prozent im Plus liegt.
Analysten der Deutschen Bank zeigen sich von dem regulatorischen Gegenwind unbeeindruckt und belassen ihre Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 39 Franken. Sie erwarten zeitnah mehr Klarheit über die Reformen. Ob die Bank die ehrgeizigen Renditeziele von 15 Prozent für das laufende Jahr halten kann, wird sich bereits am 29. April zeigen. Dann legt das Institut die Zahlen für das erste Quartal vor und liefert harte Fakten zum Fortschritt der Credit-Suisse-Integration.
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