UBS Aktie: 3-Milliarden-Dollar-Rückkauf angekündigt

UBS steigert den Quartalsgewinn deutlich und startet ein Rückkaufprogramm über bis zu drei Milliarden Dollar. Die Integration der Credit Suisse macht Fortschritte.

Die Kernpunkte:
  • Reingewinn steigt auf 2,8 Milliarden Dollar
  • Neues Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden Dollar
  • Credit-Suisse-Integration schreitet zügig voran
  • Starke Zuflüsse im Wealth Management

UBS hat mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal 2026 einen kräftigen Kursimpuls ausgelöst. Der Reingewinn stieg auf 2,8 Milliarden US-Dollar, nach 2,4 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Parallel dazu kündigte die Bank ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 3 Milliarden US-Dollar an, von dem mindestens 1 Milliarde US-Dollar bereits innerhalb der kommenden drei Monate umgesetzt werden soll. Die Aktie notiert aktuell bei 46,65 Euro und legt am heutigen Handelstag um 2,53 Prozent zu.

Gewinnsprung und neues Rückkaufprogramm

Der Reingewinnanstieg von rund einem Sechstel im Jahresvergleich unterstreicht, dass sich die Integration der Credit Suisse zunehmend in der Ertragsrechnung niederschlägt. Mit dem angekündigten Rückkaufprogramm signalisiert das Management Vertrauen in die eigene Kapitalausstattung und dürfte damit auch institutionelle Anleger ansprechen, die zuletzt auf Kapitalrückführungen als Kurstreiber gewartet hatten. Der Kurs nähert sich mit dem heutigen Anstieg dem 52-Wochen-Hoch, von dem er nur noch 3,20 Prozent entfernt notiert.

Fortschritte bei der Credit-Suisse-Integration

Neben den Ergebniszahlen legte UBS einen Fortschrittsbericht zur Integration der übernommenen Credit Suisse vor. Von den bis Ende 2026 angepeilten Bruttokosteneinsparungen von 13,5 Milliarden US-Dollar hat die Bank bereits 12,6 Milliarden US-Dollar realisiert. Mehr als 90 Prozent der ehemaligen Credit-Suisse-IT-Anwendungen sind inzwischen abgeschaltet, nachdem die weltweite Migration aller früheren Credit-Suisse-Kunden auf die UBS-Systemplattform Ende Juli abgeschlossen wurde. Der damit verbundene Stellenabbau schreitet voran: Zum 30. Juni zählte UBS noch 99.085 Vollzeitstellen, nach 101.594 im Vorquartal.

Auch im Kerngeschäft zeigt sich Dynamik. Im Bereich Global Wealth Management verzeichnete die Bank im zweiten Quartal einen Nettoneugeldzufluss von 35,5 Milliarden US-Dollar – ein Signal dafür, dass Kunden trotz der laufenden Umbaumaßnahmen bei der Bank bleiben und sogar zusätzliches Vermögen anvertrauen.

Bußgeld überschattet die Stimmung kaum

Am vergangenen Montag wurde bekannt, dass UBS von Aufsichtsbehörden mit einer Millionenbusse belegt wurde. Grund waren festgestellte Mängel in der Geldwäschereibekämpfung. Die Aktie reagierte im Handelsverlauf jedoch kaum auf die Meldung – ein Hinweis darauf, dass Anleger die operative Stärke und die Kapitalrückführung derzeit höher gewichten als regulatorische Rückschläge.

Analysten mit unterschiedlicher Kurszieleinschätzung

Nach Vorlage der Quartalszahlen reagierten mehrere Analystenhäuser. JPMorgan hob am 31. Juli das Kursziel für die UBS-Aktie von 44,00 auf 46,00 Schweizer Franken an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. Als Begründung nannten die Analysten das starke Investmentbanking-Geschäft der Bank. RBC Capital Markets äußerte sich bereits am Tag der Zahlenvorlage deutlich zurückhaltender und bekräftigte im Nachgang der Quartalspräsentation ein Kursziel von lediglich 40,00 Schweizer Franken – damit bleibt das Haus mit klarem Abstand der Ausreißer nach unten unter den zitierten Einschätzungen.

Einordnung für Anleger

Der aktuelle Kursstand von 46,65 Euro liegt deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt und spiegelt die positive Aufnahme der Quartalszahlen wider. Mit dem Rückkaufprogramm, den weit fortgeschrittenen Integrationsschritten und dem robusten Neugeldzufluss im Wealth Management liefert UBS mehrere Argumente, die die jüngste Kursstärke stützen. Die Millionenbusse wegen Geldwäsche-Mängeln bleibt dabei ein Belastungsfaktor im Hintergrund, hat die Marktreaktion bislang aber nicht spürbar gebremst. Für die kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob die Bank ihr Kostensenkungsziel bis Jahresende vollständig erreicht und wie zügig das angekündigte Rückkaufvolumen tatsächlich umgesetzt wird.

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