UBS Aktie: 3-Milliarden-Dollar-Rückkauf bis 2027
UBS überzeugt mit Gewinnsprung und kündigt Aktienrückkäufe von bis zu 3 Milliarden Dollar an. Die Integration der Credit Suisse ist weit fortgeschritten.

- Nettogewinn steigt um 17 Prozent
- Neues Rückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar
- Credit-Suisse-Integration fast abgeschlossen
- Aktie nähert sich 52-Wochen-Hoch
UBS überrascht den Markt mit starken Quartalszahlen. Zusätzlich kündigt die Bank ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 3 Milliarden US-Dollar an. Die Aktie legt am Donnerstag um 2,26 Prozent zu und schließt bei 46,18 Euro.
Gewinn springt auf altes Niveau
Im zweiten Quartal 2026 erzielt UBS einen Nettogewinn von 2,8 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Vorsteuergewinn auf zugrunde liegender Basis klettert um 45 Prozent auf 3,9 Milliarden US-Dollar. Das unterstreicht die operative Stärke der Bank.
Damit erreicht UBS wieder ein Rentabilitätsniveau wie vor der Notübernahme der Credit Suisse. Die verwalteten Vermögen steigen auf einen Rekordwert von 7,3 Billionen US-Dollar. Allein im Kernbereich Global Wealth Management fließen im Quartal 35,5 Milliarden US-Dollar an Netto-Neugeldern zu.
Rückkaufprogramm als Vertrauensbeweis
UBS legt ein neues Aktienrückkaufprogramm auf. Bis Mitte 2027 will die Bank eigene Anteile für bis zu 3 Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Mindestens 1 Milliarde US-Dollar davon soll bereits in den kommenden drei Monaten fließen.
Analysten werten den Schritt als Signal für eine robuste Bilanz. Auch das Management zeigt sich demnach vom weiteren Integrationsverlauf überzeugt. Am Donnerstag stuft zudem Philipp Häßler von der DZ BANK die Aktie auf „Kaufen“ hoch. Er verweist auf die starke Dynamik in allen Geschäftsbereichen und die stabilisierten Marktanteile.
Fusion mit Credit Suisse fast abgeschlossen
Die Integration der Credit Suisse geht in die Endphase. UBS hat bereits kumulierte Kosteneinsparungen von 12,6 Milliarden US-Dollar realisiert. Das sind rund 90 Prozent des Gesamtziels von 13,5 Milliarden US-Dollar, das bis Ende 2026 gilt.
Auf der Technik-Seite ist der Fortschritt deutlich sichtbar. Mehr als 90 Prozent der veralteten IT-Systeme der ehemaligen Credit Suisse sind außer Betrieb. Rund 70 Prozent davon wurden bereits vollständig abgeschaltet. Die Migration der Schweizer Kundenkonten gilt als weitgehend abgeschlossen.
Kursrally trifft auf regulatorische Unsicherheit
Mit dem Kurssprung nähert sich die Aktie wieder ihrem 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro, das gerade einmal 4,17 Prozent entfernt liegt. Seit Jahresbeginn steht bei UBS ein Plus von 16,12 Prozent zu Buche.
Das Marktumfeld bleibt trotz der starken Zahlen nicht frei von Risiken. Schweizer Parlamentarier verhandeln aktuell über verschärfte Kapitalanforderungen, die künftige Rückkaufvolumina begrenzen könnten. UBS verweist zur Verteidigung auf ihre CET1-Kapitalquote von 14,4 Prozent.
Solange diese Quote über der regulatorischen Mindestschwelle bleibt, dürfte das Rückkaufprogramm wie geplant anlaufen. Die erste Tranche von einer Milliarde US-Dollar startet bereits in den kommenden drei Monaten.
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