UBS Aktie: Allzeithoch bei 45,05 Euro

Schweizer Nationalbank fordert strengere Kapitalregeln für UBS. Bank sieht Wettbewerbsnachteil, während Aktie auf Rekordhoch notiert.

Die Kernpunkte:
  • SNB verlangt schärfere Eigenkapitalvorschriften
  • UBS befürchtet Milliarden-Mehrbedarf
  • Aktie erreicht neues Allzeithoch
  • Parlamentsvotum im August entscheidet

Zwischen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der UBS knirscht es gewaltig. Die Währungshüter fordern strengere Kapitalregeln ab dem Jahr 2030. Sie halten die Großbank dafür bereits jetzt für bestens gerüstet. Das UBS-Management sieht das völlig anders.

Die SNB rechnet vor. Demnach übertrifft die Bank die aktuellen Vorgaben um 13 Milliarden US-Dollar. Ende 2025 lagen weitere 9 Milliarden US-Dollar als Reserve bereit. Damit könne die UBS die neuen Vorgaben in der siebenjährigen Übergangsphase bequem erfüllen. Auch künftige Dividenden hält die Behörde für sicher.

Warnung vor Wettbewerbsnachteil

Die Bankenchefs wehren sich vehement gegen diese Darstellung. Sie befürchten eine ungerechtfertigte Belastung. Ein massiver Wettbewerbsnachteil auf dem internationalen Parkett droht. Intern rechnet das Management mit einem erheblichen Mehrbedarf an Kernkapital. Dieser könnte sich auf rund 20 Milliarden US-Dollar belaufen.

Aktionäre bleiben entspannt

Den Finanzmarkt lässt dieser regulatorische Schlagabtausch bislang kalt. Im Gegenteil. Die Aktie markierte am Dienstag ein neues Allzeithoch bei 45,05 Euro. Zum Wochenausklang am Freitag notierte das Papier bei 44,59 Euro. Das bringt zweistellige Kursgewinne für das laufende Jahr.

Der charttechnische Aufwärtstrend bleibt intakt. Die Notierung verläuft gut 21 Prozent über dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt.

In wenigen Wochen greift die Politik ein. Im August stimmt das Schweizer Parlament über die neuen Kapitalregeln ab. Bis dahin formen die Behörden das endgültige Regelwerk. Hält die Aktie bis zu diesem Votum ihr hohes Niveau, beweist das großes Vertrauen der Anleger in die Schweizer Großbank.

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