UBS Aktie: Beeindruckender Marktstart!

UBS meldet starke Rückkehr an den AT1-Anleihemarkt mit einer siebenfach überzeichneten Emission. Parallel erreicht die Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch.

Die Kernpunkte:
  • Stark überzeichnete AT1-Anleiheemission von 3 Mrd. USD
  • Aktienkurs notiert auf neuem Jahreshoch
  • Gericht kassiert frühere AT1-Abschreibungsverfügung
  • Positive Analystenstimmen und Kurszielanhebungen

Die UBS meldet sich eindrucksvoll am Markt für nachrangige Bankanleihen zurück. Nach einem juristischen Teilerfolg im Streit um die abgeschriebenen Credit-Suisse-AT1-Papiere platziert die Großbank erstmals wieder neue AT1-Anleihen – und stößt auf enorme Nachfrage. Reicht dieses Signal, um die Vertrauensfrage nach der Credit-Suisse-Übernahme vorerst zu beantworten?

Starke Nachfrage nach AT1-Anleihen

Am Montag hat UBS erstmals seit der Übernahme der Credit Suisse wieder Additional-Tier-1-Anleihen (AT1) emittiert. Diese Papiere zählen zum haftenden Kernkapital von Banken und standen seit der vollständigen Abschreibung der Credit-Suisse-AT1 im März 2023 besonders kritisch im Fokus.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?

Die Eckdaten der Transaktion zeigen, wie groß das Interesse der Investoren wieder ist: Auf ein Emissionsvolumen von 3 Milliarden US-Dollar gingen Gebote von mehr als 21 Milliarden US-Dollar ein. Das Orderbuch war damit etwa siebenfach überzeichnet.

Der Rückenwind kommt auch von der juristischen Seite. Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hat die Verfügung der Finanzaufsicht FINMA aus dem Jahr 2023 widerrufen, mit der Credit-Suisse-AT1-Anleihen im Volumen von rund 17 Milliarden US-Dollar vollständig abgeschrieben worden waren. Zwar hat die FINMA Widerstand angekündigt und das finale Ergebnis des Verfahrens steht noch aus, doch der erfolgreiche Marktauftritt von UBS wird von Investoren als Signal einer schrittweisen Normalisierung gewertet.

Die Bank nutzte die hohe Nachfrage, um die Konditionen der Emission zu verbessern:
– Die Tranche mit Kündigungsrecht 2031 wurde mit einer Rendite von 6,625 % bepreist.
– Die Tranche mit Kündigungsrecht 2036 liegt bei 7,0 %.

Damit konnte sich UBS günstiger refinanzieren, als es die ursprüngliche Marktindikation erwarten ließ.

Aktie auf Jahreshoch

An der Börse kommt das AT1-Comeback gut an. Der US-gelistete Titel notiert heute mit 48,11 USD auf einem neuen 52‑Wochen-Hoch. Damit liegt die Aktie knapp 82 % über dem Zwölfmonatstief von 26,39 USD und rund ein Drittel über ihrem 50‑Tage-Durchschnitt von 36,22 USD. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 63,7 signalisiert ein deutlich positives Momentum, ohne bereits in klar überkaufte Regionen vorzudringen.

In den vergangenen 30 Tagen legte der Kurs um rund 36 % zu, seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 20 % zu Buche. Die aktuelle Bewegung wird damit klar von einem breiteren Aufwärtstrend getragen, der durch die erfolgreiche Emission zusätzlich unterstützt wird.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • AT1-Emission: 3 Mrd. USD in zwei Tranchen
  • Nachfrage: Orderbuch > 21 Mrd. USD (rund 7-fache Überzeichnung)
  • Rechtlicher Kontext: Bundesverwaltungsgericht kassiert frühere FINMA-Verfügung zur vollständigen Abschreibung von CS-AT1
  • Aktienkurs: Neues 52‑Wochen-Hoch bei 48,11 USD
  • Technisches Bild: Abstand zum 52‑Wochen-Tief ca. 82 %, deutlicher Aufschlag auf den 50‑Tage-Durchschnitt
  • Operative Maßnahmen: Weitere Stellenstreichungen im Januar zur Hebung von Integrationssynergien

Zusätzlich stützen positive Analystenstimmen das Bild. Häuser wie die Bank of America haben ihre Kursziele zuletzt angehoben, teils auf über 60 USD, was den laufenden Aufwärtstrend fundamental flankiert.

Einordnung und Ausblick

Die AT1-Transaktion ist mehr als eine reine Refinanzierung. Sie steht symbolisch für das Ende der unmittelbaren Verunsicherung nach der Credit-Suisse-Rettung und der umstrittenen AT1-Abschreibung. Dass UBS wieder in der Lage ist, hybrides Kapital in Milliardenhöhe zu aus Sicht der Bank attraktiven Konditionen aufzunehmen, deutet auf ein klar verbessertes Vertrauen institutioneller Investoren in die kombinierte Gruppe hin.

Parallel dazu bleibt die Integration der Credit Suisse ein zentrales Thema. Medienberichte über weitere Stellenstreichungen im Januar zeigen, dass der Fokus auf Kosteneffizienz im laufenden Integrationsjahr hoch bleibt. Für Aktionäre ist das ein Hinweis darauf, dass Synergien konsequent realisiert und Margenpotenziale gehoben werden sollen.

In den kommenden Wochen verschiebt sich der Blick nun auf zwei Ebenen: Zum einen auf die Reaktion der FINMA und die Ausgestaltung der finalen „Too Big To Fail“-Regulierung in der Schweiz, zum anderen auf die anstehenden Jahreszahlen. Gelingt es UBS, das aktuelle Momentum operativ zu untermauern und die charttechnisch wichtigen Unterstützungen nahe den jüngsten Hochs zu behaupten, bleibt der jüngste Ausbruch nach oben vorerst intakt.

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 3. März liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu UBS